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Huang, Ellison, BezosSo teuer ist der Deepseek-Schock für die US-Milliardäre

Mit dem KI-Hype sind auch die Vermögen der Tech-Unternehmer wie Larry Ellison und Mark Zuckerberg massiv gestiegen. Der Kurssturz nach dem Deepseek-Schock trifft einige darum empfindlich. 28.01.2025 - 09:26 Uhr Artikel anhören
Jensen Huang: Der Gründer des Chipriesen Nvidia gehörte bislang zu den größten Gewinnern des KI-Booms. Foto: AFP

New York. Der Ausverkauf an den Börsen wegen des chinesischen KI-Start-ups Deepseek kostet die 500 reichsten Menschen der Welt nach Berechnungen des „Bloomberg Billionaires Index“ zusammen 108 Milliarden Dollar (rund 103 Milliarden Euro). Besonders Milliardäre, deren Vermögen eng mit Künstlicher Intelligenz zusammenhängen, gehören zu den großen Verlierern.

Allein das rechnerische Vermögen von Nvidia-Mitgründer Jensen Huang ist demnach um ein Fünftel zurückgegangen. Durch den Einbruch der Aktie des Chipkonzerns soll er 20,1 Milliarden Dollar verloren haben. Noch stärker traf es Oracle-Gründer Larry Ellison dessen geschätztes Vermögen am Montag um 22,6 Milliarden Dollar gesunken ist.

Auch Computermilliardär Michael Dell (minus 13 Milliarden Dollar) und Binance-Mitgründer Changpeng „CZ“ Zhao (minus 12,1 Milliarden Dollar) traf der Rückgang besonders hart.

Das chinesische Start-up Deepseek entwickelt seit 2023 KI-Modelle, rückte aber erst am Wochenende ins Visier internationaler Investoren. Denn der kostenlose Chatbot-App Deepseek R1 führte weltweit die Download-Charts an. Der Ansturm neuer Nutzer war so groß, dass Deepseek Schwierigkeiten hatte, die App online zu halten. Es kam zu Ausfällen. Das Unternehmen war gezwungen, die Anmeldung zunächst auf Nutzer mit chinesischen Telefonnummern zu beschränken.

Für die Tech-Größen des Silicon Valleys ist der chinesische Konkurrent eine Herausforderung. Denn die US-Unternehmen hatten stets betont, dass massive Kapitalinvestitionen für die Entwicklung der stärksten Modelle unerlässlich sind. Deepseek brauchte für die Entwicklung nach eigenen Angaben nur 5,6 Millionen Dollar (5,4 Millionen Euro).

200 Milliarden Dollar Investments erwartet

Dabei hatte der KI-Hype die Aktienkurse der Tech-Titel in den vergangenen Jahren beflügelt. Seit OpenAi im November 2022 den Chatbot ChatGPT vorgestellt hat, ist der Börsenwert von Unternehmen wie Meta, Alphabet und Microsoft stark gestiegen. Die US-Unternehmen geben riesige Summen für die Entwicklung und den Betrieb von KI-Systemen aus, horten dafür leistungsfähige Chips, deren Export nach China verboten ist.

Erst vergangenen Freitag hatte Meta-Chef Mark Zuckerberg angekündigt, in diesem Jahr 60 bis 65 Milliarden Dollar für KI-Projekte ausgeben zu wollen. Einem Bericht von Bloomberg Intelligence zufolge sollen die Investitionsausgaben aller Big-Tech-Firmen im Jahr 2025 voraussichtlich 200 Milliarden Dollar erreichen.

Die Märkte hatten die US-Tech-Aktien dafür mit rekordverdächtigen Bewertungen belohnt, die wiederum zu historischen Vermögenszuwächsen für ihre Besitzer geführt haben.

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Nvidia war bisher der größte Einzelgewinner des KI-Booms: Das Nettovermögen von Mitgründer Huang hatte sich seit Anfang 2023 bis Freitag auf 121 Milliarden Dollar fast verachtfacht. Zuckerbergs Vermögen stieg im gleichen Zeitraum um 385 Prozent auf 229 Milliarden Dollar, das von Amazon-Gründer Jeff Bezos um 133 Prozent auf 254 Millliarden Dollar.

Während Huang und Ellison Verluste hinnehmen mussten, haben hat einige Milliardäre der Deepseek-Crash kaltgelassen. Zuckerbergs Nettovermögen wuchs am Montag rechnerisch sogar um 4,3 Milliarden Dollar. Bezos' Vermögen kletterte um rund 632 Millionen Dollar.

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