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MetaverseMeta kürzt angeblich Budget für das Metaverse

Der Traum vom Metaverse verliert an Glanz. Meta will laut einem Bericht bis zu 30 Prozent der Mittel für virtuelle Welten streichen. Entlassungen könnten bereits im Januar folgen. 04.12.2025 - 16:22 Uhr Artikel anhören
Das Meta-Logo: Der Konzern kürzt bei seinem namensgebenden Projekt. Foto: REUTERS

Düsseldorf. Der US-Technologiekonzern Meta könnte laut einem Bericht die Ressourcen für den Aufbau des sogenannten Metaverse deutlich kürzen. Die Technologie galt einst als Zukunft des Unternehmens und war 2021 Grund für die Umbenennung von Facebook.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen berichtet, könnten im kommenden Jahr bis zu 30 Prozent des Budgets der Metaverse-Gruppe gekürzt werden. Dazu gehören das Virtuelle-Welten-Produkt Meta Horizon Worlds und die Virtual-Reality-Sparte Quest.

Die Meta-Aktie stieg am Donnerstag im frühen Handel in New York um rund vier Prozent. Einige Analysten und Investoren plädieren seit Langem dafür, dass Meta-Chef Mark Zuckerberg sich von den Produkten von Reality Labs trennt, die weiterhin Ressourcen verschlingen, ohne dabei nennenswerte Einnahmen zu generieren.

Im April prognostizierte Mike Proulx von der Beratung Forrester bereits, dass Meta noch vor Jahresende „seine Metaverse-Projekte wie Horizon Worlds einstellen“ werde.

Metaverse-Gruppe musste wohl tiefere Einschnitte vornehmen

Mit der Kürzung sollen laut Bloomberg bereits im Januar Entlassungen einhergehen. Eine endgültige Entscheidung darüber sei aber noch nicht getroffen worden.

Die Kürzungen sind offenbar Teil der Budgetplanung für das Jahr 2026. Meta-Chef Zuckerberg forderte laut dem Bericht Einsparungen von zehn Prozent in allen Sparten. Dies sei bei ähnlichen Budgetverhandlungen ebenfalls üblich gewesen.

Die Metaverse-Gruppe sei allerdings aufgefordert worden, in diesem Jahr tiefere Einschnitte vorzunehmen, da sich der branchenweite Wettbewerb um diese Technologie nicht wie von Meta erwartet entwickelt habe.

Die Metaverse-Gruppe ist Teil von Reality Labs, der Meta-Abteilung, die sich auf langfristige Investitionen wie VR-Headsets und AR-Brillen konzentriert. Die Gruppe hat seit Anfang 2021 mehr als 70 Milliarden Dollar Verlust gemacht.

Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg: Er präsentiert die neue Meta Quest 3S auf der Jahreskonferenz in Menlo Park im September 2024. Foto: REUTERS

Aufsichtsbehörden sehen das Projekt ebenfalls kritisch, weil sie befürchten, dass die Privatsphäre und Sicherheit von Kindern in den virtuellen Welten gefährdet sein könnte.

Hardware-Produkte im Blick

Zuckerberg hat weitgehend aufgehört, das Metaverse in der Öffentlichkeit und bei Unternehmensergebniskonferenzen zu erwähnen. Seine Vision, dass Menschen eines Tages in virtuellen Welten arbeiten und spielen werden, hat sich bisher nicht durchgesetzt.

Er konzentriert sich inzwischen auf die Entwicklung der großen KI-Modelle, die KI-Chatbots und andere generative KI-Produkte unterstützen, sowie auf die Hardware-Produkte, die stärker mit diesen Erfahrungen verbunden sind, wie beispielsweise die Ray-Ban-Smartbrille von Meta.

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