Software AG: So zerlegt Silver Lake deutschen Software-Konzern weiter
Düsseldorf. Silver Lake zerschlägt die Software AG innerhalb kürzester Zeit. Nur gut ein Jahr nach der Übernahme des einst zweitgrößten deutschen Softwareherstellers hat der Finanzinvestor bereits etliche Geschäftsbereiche verkauft – und wickelt nach Handelsblatt-Informationen gerade die Trennung von zwei weiteren Einheiten ab.
Erstens verkauft die Software AG ihre Tochterfirma Cumulocity an das Management um Gründer Bernd Groß. In Branchenkreisen wird der Kaufpreis auf eine hohe zweistellige oder niedrige dreistellige Millionensumme taxiert. An der Finanzierung beteiligen sich die Investoren Schroders Capital, Verso Capital und Avedon.
Zweitens schlägt der Konzern die Plattform Alfabet an die niederländische Private-Equity-Gesellschaft Main Capital los – diese ist auf Unternehmenssoftware spezialisiert. Der Kaufpreis belaufe sich auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag, berichten Insider, die mit dem Deal vertraut sind.
Silver Lake und Software AG kommentierten die Ausgliederung von Cumulocity auf Handelsblatt-Anfrage nicht, ebenso wenig äußerte sich das Unternehmen selbst. Main Capital bestätigte die Übernahme von Alfabet, ohne finanzielle Details zu nennen.