Softwarehersteller: SAP-Ausgründung Fioneer startet mit 600 Mitarbeitern – die meisten vom Softwarekonzern
Das Joint Venture soll Speziallösungen für Finanzdienstleister entwickeln.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Dass Dynamik und Geschwindigkeit wichtig sind, zeigt schon das stilisierte Bild, das quer über die Website reicht: Ein Schnellboot lässt das Wasser nur so spritzen. Im neuen Joint Venture Fioneer will SAP gemeinsam mit dem Investor Dediq das Geschäft mit Finanzdienstleistern wie Banken und Versicherungen neu aufziehen – möglichst wendig und agil.
Nach der überraschenden Ankündigung im April war zunächst jedoch unklar, mit welcher Besatzung das Vehikel an den Start gehen würde. Viele Mitarbeiter, die sich bei SAP mit Lösungen für Finanzdienstleister beschäftigen, wollten nicht vom Tanker runter.
„Man verlässt ein Unternehmen, das gut läuft, und geht zu einem anderen Unternehmen, das neu ist und dessen Geschäft nicht so gut läuft“, beschrieb ein Arbeitnehmervertreter die Situation im Sommer.
In den letzten Monaten warb SAP massiv, auch mit finanziellen Anreizen. Mit einigem Erfolg: Wenn das Joint Venture am 1. September offiziell das Geschäft aufnimmt, seien knapp 600 Mitarbeiter dabei, ein Großteil von SAP, sagt Fioneer-Chef Dirk Kruse, der selbst vom Softwarehersteller kommt – weniger als 900 habe man „eingeladen“, den Wechsel mitzumachen. Sein Fazit gegenüber dem Handelsblatt: „Der Transfer der Mitarbeiter ist erfolgreich verlaufen.“