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Softwarehersteller SAP will Finanzdienstleistungen in neuer Einheit Fioneer bündeln

Der Softwarehersteller spaltet das Geschäft mit der Finanzdienstleistungsbranche ab. Nun stehen der Name und das Management des Joint Ventures fest.
12.05.2021 - 15:15 Uhr Kommentieren
SAP will in dem Joint Venture neue Lösungen für Banken und Versicherungen entwickeln. Quelle: Reuters
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SAP will in dem Joint Venture neue Lösungen für Banken und Versicherungen entwickeln.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf SAP will das Geschäft mit der Finanzdienstleistungsbranche neu aufziehen – in einem Joint Venture soll es als „Schnellboot“ neue Produkte entwickeln, wie der Softwarehersteller bei der Ankündigung im April sagte.

Auf der Hauptversammlung am Mittwoch hat der Konzern erste Details veröffentlicht. Das Unternehmen soll SAP Fioneer heißen, offenbar ein Wortspiel aus Finance und Pioneer. Die Führung übernimmt ein Team, das größtenteils aus SAP-Managern besteht und viel Erfahrung mit Finanzdienstleistungssoftware hat.

Chef wird Dirk Kruse, die Services leitet Reto Sager, die Produktentwicklung Marc Derungs, während Marc Daniel Schwarz die Region Europa und Naher Osten übernehmen wird. Von der Beteiligungsgesellschaft Dediq stößt Patrick Schmid dazu. Weitere Positionen sollen im Laufe des Jahres besetzt werden.

Die neue Einheit soll das Portfolio für Banken und Versicherungen ausbauen und neue branchenspezifische Lösungen entwickeln, etwa um alle Phasen der Kreditvergabe abzudecken. SAP bringt seine Produkte und Organisationseinheiten ein und erhält dafür 20 Prozent der Anteile. Dediq investiert mehr als 500 Millionen Euro und erhält dafür 80 Prozent.

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    Damit gibt SAP die Mehrheit an dem Geschäft an. „Wir werden die Einheit gemeinsam steuern“, betonte aber SAP-Chef Christian Klein auf der Hauptversammlung. Fioneer soll zudem die neuen Anwendungen auf Basis von SAP-Technologie entwickeln und mit den Anwendungen des Konzerns integrieren.

    Kunden fordern enge Einbindung

    In der zweiten Jahreshälfte soll Fioneer an den Start gehen, einige Punkte sind aber noch offen. So steht die Zustimmung der Kartellbehörden noch aus. Zudem ist offen, welche SAP-Mitarbeiter zum Joint Venture wechseln. Von einer „hohen dreistelligen Zahl“ ist die Rede – bislang zögern nach Handelsblatt-Informationen aus Unternehmenskreisen jedoch viele. Ein Diskussionspunkt ist die Absicherung, die der Dax-Konzern seiner Belegschaft derzeit bietet.

    Für Diskussionsstoff könnte zudem die Finanzierung des Joint Ventures sorgen: An der neuen Gesellschaft beteiligt sich die Stiftung von Mitgründer, Aufsichtsratschef und Großaktionär Hasso Plattner – als „passiver Co-Investor“, wie die Organisation betont.

    Investoren kritisieren, dass SAP dies erst jetzt publik gemacht hat. Die Verbindungen zwischen dem Konzern und dem Joint Venture müssten transparent dargestellt werden und die Geschäfte zu Marktpreisen erfolgen, forderte der Fondsmanager Ingo Speich von der Deka.

    Kunden halten die Abspaltung grundsätzlich für sinnvoll, fordern aber mehr Details. Die Ausgründung sei nachvollziehbar, „da sich bei Finanzdienstleistern zunehmend Nischen-Anbieter, Neo-Banken und entsprechend neue Dienstleister für Lösungen und Applikationen etablieren“, erklärt Karin Gräslund von der Anwenderorganisation DSAG.

    Die Chance, in der neuen Einheit „mit Start-up-Mindset bisher nicht dagewesene Potenziale zu heben und mit klaren, einfacheren Strukturen schneller am Markt agieren und Kundenbedarfe schneller realisieren zu können, begrüßen wir sehr“, betonte Gräslund. Allerdings müsse Fioneer den Bestandskunden einen Investitionsschutz bieten. Die DSAG forderte eine enge Einbindung.

    Mehr: Strategieschwenk kommt SAP teuer zu stehen – die Stärken und Schwächen der Bilanz

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