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Start-upsErfolgreich investiert – Nico Rosbergs Dachfonds geht neue Wege

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister investiert direkt in Start-ups wie Stark und n8n, sein Dachfonds in Risikokapitalfirmen. Nun denken Rosberg und seine Investoren noch größer.Nadine Schimroszik 24.10.2025 - 04:24 Uhr Artikel anhören
Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg: Der ehemalige Rennfahrer will mit seinem Fonds irgendwann eine Milliarde Euro verwalten. Foto: Rosberg Ventures

Berlin. Der frühere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg feiert auch als Investor Erfolge. So ist er unter anderem beim gehypten schwedischen KI-Start-up Lovable investiert, dem vom Rüstungsboom profitierenden Drohnenhersteller Stark aus Berlin und dem Automatisierungsspezialisten n8n, Deutschlands jüngstem „Einhorn“ – ein Jungunternehmen mit Milliardenbewertung also.

Anfang 2024 hat Rosberg sein Investmentportfolio auch um einen Dachfonds erweitert. An dem sind auch große deutsche Mittelständler und Familien beteiligt, die wiederum hinter börsennotierten Konzernen stehen. Die Rosberg Ventures investieren in andere Fonds, etwa die weltweit agierenden Risikokapitalgeber (VCs) wie Andreessen Horowitz, Accel, Kleiner Perkins und Khosla Ventures. Aber, wie Rosberg im Gespräch mit dem Handelsblatt erstmals bekanntgibt, nicht mehr ausschließlich.

„Ganz neu ist, dass sich Rosberg Ventures nun auch direkt an Start-ups in der Wachstumsphase beteiligt“, sagte der ehemalige Mercedes-Rennfahrer. Ziel sei es, in die aufstrebenden Top-20-Start-ups weltweit zu investieren, „also in die Firmen, die am schnellsten wachsen und die wenigsten Konkurrenten haben“.

Das Kapital für diese Direktinvestments wird speziell unter interessierten Investoren eingesammelt. Erstmals machte das Rosberg, um bei der jüngsten Finanzierungsrunde des US-Datenanalyse-Spezialisten Clickhouse dabei sein zu können. An diesem beteiligten sich neben Rosberg Ventures auch Investmentgrößen wie Bessemer Venture Partners, Adams Street Partners und Insight Partners. Clickhouse wird mittlerweile mit mehr als sechs Milliarden Dollar bewertet.

Rosberg verspricht sich von der neuen Strategie höhere Einnahmen: „Der höchste Renditeanteil bei einem Fonds kommt von wenigen, besonders erfolgreichen Start-ups.“ Es sei finanziell von großem Vorteil, wenn man in diese Start-ups direkt investiert habe. „Im Schnitt wollen wir künftig pro Deal rund fünf Millionen Euro investieren“, sagt Rosberg zur Größenordnung der Investments.

Pro Deal fünf Millionen Euro

Der frühere Hochleistungssportler liegt mit der Erweiterung seiner Investmentstrategie voll im Trend. Denn immer häufiger investieren reiche Familien mit ihren Family Offices ihr Vermögen in Start-ups, wie aus einer früheren Erhebung des Datendienstes Startupdetector für das Handelsblatt hervorgeht. Das hängt damit zusammen, dass höhere Renditen locken.

Aber auch der direkte Zugang zu den unternehmerischen Entscheidungen der Jungfirma spielt eine Rolle. Genau hier setzt Rosberg Ventures an: Der Investor bietet an, Start-ups mit der deutschen Industrie zu vernetzen. Das habe letztlich auch Clickhouse überzeugt, meint Rosberg.

„Das größte Problem ist der Zugang zu diesen Start-ups“, sagt der einstige Formel-1-Weltmeister. Das Netzwerk aus dem Motorsport hilft ihm dabei: „Im November lade ich einige der bekanntesten Investoren zum Rennen nach Las Vegas ein.“ Das sei eine einmalige Chance, sich zu vernetzen und Verbindungen zu festigen.

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Letztlich plant Rosberg, dass die Direktinvestments rund ein Fünftel des Dachfonds ausmachen. Der Rest soll weiter in Fonds fließen. Damit will Rosberg auch das Risiko minimieren. Dass Direktinvestments leicht schiefgehen können, weiß er selbst aus Erfahrung. Schließlich hatte er wie viele andere Geld in den inzwischen insolventen Flugtaxi-Anbieter Lilium gesteckt.

Vom Dachfonds verspricht er sich viel: „Ziel ist es, dass Rosberg Ventures irgendwann eine Milliarde Euro verwaltet.“ Im April 2024 waren es noch 75 Millionen Euro. Ab der Summe von einer Milliarde Dollar oder Euro werden Fonds als „Megafond“ kategorisiert.

Bei den Direktinvestments hat er bereits die nächsten Start-ups als lohnendes Ziel identifiziert. „Wir kämpfen bereits um die nächsten Investments“, sagt Rosberg. Aktuell interessiere sich Rosberg Ventures etwa für das Audio-KI-Unternehmen Elevenlabs.

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Da kommt ihm dann auch sein bisher erworbenes Wissen zugute. Denn Elevenlabs kennt er gut, da er dort früh als Anschubinvestor eingestiegen ist. Und den bei Rosberg Ventures investierten Familien dürfte die Software auch vertraut sein: „Die Lösung von Elevenlabs nutze ich selbst für die Vertonung meines Newsletters an die in unseren Dachfonds investierten Familien.“

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