Tech-Industrie: Apples goldener Käfig
Cupertino. Apples Nimbus hängt in erster Linie an Produkten, die man anfassen kann. Meistens ist das eine angenehme Erfahrung, was einen wesentlichen Teil ihres Erfolgs erklärt. iPhones, iPads oder MacBooks entstehen aus Titan, edlem Aluminium oder speziell gehärtetem Glas. Ihr Design setzte mitunter Branchenstandards.
Beim Blick auf die Produktpalette geht der zweitwichtigste Umsatzbringer des Konzerns dabei oft unter: die Dienstleistungssparte, genannt „Services“. Allein im vergangenen Quartal verzeichnete sie Erlöse in Höhe von 26,6 Milliarden Dollar.
Ihr Ausbau galt als Geniestreich von Chef Tim Cook, dessen Strategie spätestens seit 2019 verstärkt darauf setzt, seinen Kunden nicht mehr nur beim Gerätekauf Geld abzunehmen, sondern zusätzlich jeden Monat über Abonnements.
Um das Kerngeschäft mit Hardware und bestehende Angebote wie die iCloud oder den digitalen Musikshop iTunes herum baute Apple dazu ein wachsendes Imperium aus Zusatzdiensten. Heute gibt es etwa die Angebote Apple Pay, Music, TV, Fitness, News oder Podcasts. In den USA bietet der Konzern seit fünf Jahren sogar eine eigene Kreditkarte an, die seit Kurzem durch ein Sparkonto ergänzt wird. Sie funktioniert – natürlich – besonders gut mit dem eigenen Bezahldienst Pay.