Tech-Konzern: „In Amerika macht der Obermotz eine Ansage“ – Plattner erklärt die SAP-Transformation
Der Mitgründer von SAP wünscht sich einen Nachfolger für sich aus dem Aufsichtsrat.
Foto: Uwe Anspach/dpaSAP will zum Cloud-Spezialisten werden, doch die Aktionäre sind skeptisch. Aufsichtsratschef Hasso Plattner bescheinigt seinem Unternehmen technische Fortschritte, aber Defizite bei der Kapitalmarktkommunikation.
Er spricht über das Ende seiner Ära als Chefkontrolleur – und verrät, was der 28-jährige Unternehmensgründer Hasso Plattner über den SAP-Konzern von heute gedacht hätte.
Herr Plattner, SAP begeht in diesen Wochen das 50-jährige Jubiläum. Wie feiern Sie?
Da gibt es eine Veranstaltung mit Gästen und Kunden. Ist die in der SAP-Arena? Ich weiß gar nicht. Das wird ähnlich wie die 40-Jahr-Feier, aber unter schlechteren äußeren Umständen.
Man merkt: Ihnen ist nicht zum Feiern zumute.
Die Attacke von Russland auf die westliche Welt ist absolut bedrohlich. Übrigens ist das nicht Putin allein, ein ziemlich großer Teil des russischen Volkes scheint ja dahinterzustehen. So oder so, das drückt natürlich auf die Stimmung.
Sie werden es im Aufsichtsrat diskutiert haben: Wie sehr sind Unternehmen wie SAP verpflichtet, die westliche Politik zu unterstützen – über die Sanktionen hinaus?
SAP hat beschlossen, sich aus Russland zurückzuziehen. Die meisten Kunden fahren aber die Systeme auf ihren eigenen Computern, darauf haben wir keinen Zugriff.