Technologie: Intel-Investition in Magdeburg: Die freundliche Alternative zu Tesla
Seit der Jahrtausendwende hat sich der Standort erweitert.
Foto: HandelsblattLeixlip. Das Intel-Management hat gerade seine Vorträge in der irischen Chipfabrik in Leixlip im Großraum Dublin beendet. Die Delegation aus Sachsen-Anhalt setzt bereits an, um sich zu erheben. Da ergreift Ministerpräsident Reiner Haseloff überraschend das Wort: „Genau so wollen wir es haben“, kommentiert der CDU-Politiker die Ausführungen der Firmenvertreter zu Umweltschutz und Bürgerbeteiligung.
Er sei überzeugt, es bei Intel mit einem Unternehmen zu tun zu haben, das sich nicht nur an geltendes Recht halte, sondern auch einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz verfolge, also die Leute vor Ort mitnehme. „Das ist eine andere Unternehmensphilosophie als anderswo“, erklärt der 68-Jährige.
Tesla erwähnt Haseloff mit keiner Silbe. Doch auch so ist klar: Der Landesherr geht fest davon aus, dass Intel seine neuen Werke in Magdeburg – anders als der amerikanische Elektroauto-Pionier im brandenburgischen Grünheide – nicht gegen, sondern im Einvernehmen mit Behörden und Menschen vor Ort errichtet.
Mehr als fünf Milliarden Euro macht der Staat an Subventionen locker, um den US-Konzern nach Deutschland zu holen. Angesichts dieser gewaltigen Summe an Steuergeldern ist es aus Sicht der Politik enorm wichtig, dass Intel das Volk nicht gegen sich aufbringt.