1. Startseite
  2. Technologie
  3. IT + Telekommunikation
  4. US-Kartellbehörde gibt Widerstand gegen Microsoft-Activison-Deal auf

ÜbernahmeUS-Kartellbehörde gibt Widerstand gegen Microsoft-Activison-Deal auf

Die FTC hatte lange versucht, die Übernahme von Activision durch Microsoft zu verhindern. Die US-Wettbewerbsbehörde fürchtete ein Beeinträchtigung des Wettbewerbs. 21.07.2023 - 08:45 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Die Übernahme ist die bisher größte der Videospielbranche.

Foto: Reuters

Washington. Nach rund eineinhalb Jahren ist Microsoft bei der größten Übernahme in der Videospiele-Branche am Ziel.

Die US-Kartellbehörde zog am Donnerstag (Ortszeit) ihre Klage gegen den 69 Milliarden Dollar schweren den Kauf von Activision Blizzard mit Spielen wie „Call of Duty“ zurück. Jetzt muss der Software-Konzern noch die britische Wettbewerbsaufsicht CMA mit zusätzlichen Zugeständnissen überzeugen, ihr bisheriges Veto gegen den Deal zu revidieren.

In einem auf der Webseite der FTC veröffentlichten Antrag schrieben Microsoft und Activision, dass die Rücknahme der Klage sowohl zwingend erforderlich als auch im öffentlichen Interesse sei. „Das Bezirksgericht hatte die Möglichkeit, die Ansprüche der FTC umfassend zu prüfen und kam zu dem Schluss, dass die Kommission aus mehreren, unabhängig voneinander ausreichenden Gründen in der Sache keinen Erfolg haben wird.“

Vergangene Woche war die FTC mit dem Versuch gescheitert, per Einstweiliger Verfügung die Fusion bis zur Eröffnung des Hauptverfahrens blockieren zu lassen. Eine Berufung gegen diese Entscheidung schmetterte das Gericht ebenfalls ab.

Weil Microsoft mit Konkurrenten wie Sony oder Nintendo langfristige Lizenzvereinbarungen für den Activision-Spieleklassiker „Call of Duty“ abgeschlossen habe, werde der Wettbewerb anders als von der FTC postuliert nicht beeinträchtigt.

Noch kein grünes Licht von britischer Wettbewerbsbehörde

Großbritannien ist der einzige wichtige Markt, in dem Microsoft noch kein grünes Licht für die Activision-Übernahme erhalten hat. Nach den Rückschlägen für die FTC in der vergangenen Woche hatte die Behörde allerdings signalisiert, ihre bisherige Entscheidung überdenken zu wollen, wenn die Firmen zusätzliche Zugeständnisse machten. Diese müssten „unsere Bedenken vollständig und umfassend ausräumen“.

Nach Ansicht von Analyst Michael Pachter vom Vermögensverwalter Wedbush könnte Microsoft Teile seines britischen Cloud-Videospielegeschäfts „Xbox Game Pass“ abspalten. Dort können Abonnenten zahlreiche Spiele auf unterschiedlichen Geräten spielen. „Wenn Microsoft Game Pass ausgliedert und sich verpflichtet, den Status quo beizubehalten, sollte die CMA zustimmen.“

Verwandte Themen
Microsoft
Sony
Nintendo
Activision Blizzard

Bislang haben die beiden Firmen noch keinen überarbeiteten Antrag bei der CMA eingereicht. Da dieser formell geprüft werden müsste, hatten Microsoft und Activison am Mittwoch ihre Übernahmevereinbarung um drei Monate verlängert. Die EU hatte dem Deal bereits im Mai unter Auflagen zugestimmt.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt