KI-Briefing: Chips und KI made in Germany – ein Weg aus der US-Abhängigkeit?
Wenn Sie nur wenig Zeit haben, liebe Leserinnen und Leser,
dann verspüren Sie womöglich auch diesen „Sense of Urgency“, das starke Gefühl der Dringlichkeit, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Handelsblatt-Zukunftskonferenz TECH erfasst hat. Europa muss sich bei Schlüsseltechnologien schleunigst souveräner aufstellen. Darin waren sich alle in Heilbronn einig.
Warum das wichtig ist? Weil allen voran die USA ihre technologische Dominanz nutzen, um geopolitische Ziele durchzusetzen. Sie wird zu einer mächtigen Waffe. Und die Abhängigkeit von amerikanischen Satelliten, Chips und Rechenzentren wird dadurch zur Gefahr für Europa.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sagte bei der Premiere der TECH: „Wenn diese Bundesregierung die Legislaturperiode bis 2029 nicht nutzt, mit Mut und dem Willen zur Veränderung, dann werden wir uns in einer sehr schwierigen Lage befinden.“ Das gelte wirtschaftlich, geopolitisch und innenpolitisch, sagte Reiche: „Wir sind also zum Erfolg verdammt.“
Zwei Nachrichten sind vor diesem Hintergrund besonders wichtig. Erstens: Die Konzerne SAP, Telekom, Ionos, die Schwarz-Gruppe und Siemens wollen sich gemeinsam bei der EU-Kommission für Bau und Betrieb einer AI-Gigafactory bewerben. Dabei geht es um eine Art Super-Rechenzentrum, in dem große KI-Modelle trainiert und betrieben werden können.
Die Europäische Union will insgesamt fünf dieser Gigafactories bauen und sie mit je 100.000 speziellen KI-Chips ausstatten. Damit soll Europa eine KI-Infrastruktur erhalten, die mit US-amerikanischen Standards mithalten kann – und die Abhängigkeit von US-Technologie reduzieren soll.
Meine Kollegen Christof Kerkmann, Stephan Scheuer und Luisa Bomke haben wochenlang zu entsprechenden Plänen recherchiert. Auf der TECH bestätigte SAP-Vorstand Thomas Saueressig: „Es geht nur in Partnerschaft, das ist ganz klar.“ Welches Modell der Zusammenarbeit das richtige sei, werde gerade diskutiert.
Entscheidende Fragen sind offenbar noch ungeklärt, wie das Reporterteam berichtet. Darunter etwa, wer die Infrastruktur federführend aufbauen soll und ob das Vorhaben wirtschaftlich überhaupt tragfähig ist. Rolf Schumann, Co-CEO von Schwarz Digits sagte bei der TECH: „Wir hoffen, dass wir alle zusammenbringen, die Sache hinbekommen und es gemeinsam durchziehen.“
Bei der zweiten Nachricht ist meinen Kollegen Julian Olk und Joachim Hofer ein Scoop gelungen. Die Kollegen erfuhren aus Regierungskreisen, dass in Deutschland eine europaweit einzigartige Chipfabrik entstehen könnte.
Konkret geht es um die Serienproduktion von FMC, kurz für Ferroelectric Memory Company. Die Firma wurde vor neun Jahren aus der TU-Dresden ausgegründet und forscht an einer revolutionären Technologie für Speicherchips. Nach Angaben von FMC verbrauchen die Chips 1000-mal weniger Strom, sind 1000-mal schneller und zehnmal günstiger als verfügbare Alternativen.
Nun will FMC die Produktion hochfahren. Dafür schaut das Unternehmen nach geeigneten Flächen. Zur Auswahl stehen Magdeburg, Pirna und Frankfurt an der Oder.
Die Bundesregierung müsste den Aufbau der Chipproduktion mit Milliarden fördern. Sie hätte dieses Geld. Der Haken: Es gibt 20 andere Projekte, die potenziell gefördert werden könnten. Die Kanzlerpartei CDU hat zudem angekündigt, die Industriepolitik zurückfahren zu wollen. Wie weit es um entsprechende Gespräche steht, lesen Sie bei Joachim Hofer und Julian Olk.
Worüber die Szene spricht
Über die Oxford-Style-Debate bei der TECH. Bei dem Format diskutieren zwei Teams über eine Streitfrage – eine Seite dafür, die andere dagegen. Das Publikum darf darüber abstimmen, welche Seite die überzeugenderen Argumente hatte.
Seit Wochen wusste ich, dass die Session perfekt geeignet war, um die wichtigste Debatte der KI-Szene in den vergangenen Monaten auf die Bühne zu bringen: Ist Open Source Europas beste Chance bei Künstlicher Intelligenz?
Was dahintersteckt: Anstoß zur Debatte hatte das chinesische Start-up Deepseek gegeben. Es hatte Anfang des Jahres den Code für KI-Modelle offengelegt, die mit führenden Modellen von OpenAI konkurrieren können.
Es gab nur ein Problem: Bis eine Woche vor der TECH fehlte mir ein Diskutant im Team Contra. Auf der Suche nach einem Open-Source-Gegner (oder jemandem, der so wie die anderen Diskutanten aus Freude am Argumentieren mitmachen würde) wandte ich mich an meine Kolleginnen Lina Knees und Luisa Bomke. Linas Reaktion war jedoch alles andere als ermutigend. Sie fragte prompt: „Wer soll denn bitte gegen Open Source argumentieren?“
Es folgten dann noch zwei, drei Absagen, bis Accenture-Beraterin Vanessa Cann einsprang – und damit ermöglichen sollte, dass sich Linas Blick auf den Diskurs veränderte. Aber lassen wir sie selbst erzählen.
Mein absolutes Highlight der TECH-Konferenz war die Debatte zu der These, ob Open Source Europas beste Chance in der KI ist. Noch mal zur Erinnerung: In der KI-Branche heißt Open Source, dass jeder ein Modell herunterladen, anpassen und nutzen darf. Vollständig offen sind dabei bisher allerdings nur wenige KI-Modelle – meist bleibt Quellcode oder Datensatz unter Verschluss.
Meine Position vor der Debatte war klar: Ich würde mit Team Pro mitfiebern, das die Black-Forest-Labs-Gründer Robin Rombach und Andreas Blattmann mit Mistral-Managerin Gianna Lengyel bildeten. Als Moderator Daniel Cronin das Publikum zu Beginn fragte, ob Open Source Europas beste Chance bei KI sei, stimmte ich ohne zu zögern zu.
Schließlich, so meine Meinung, würden offene Modelle allen in Europa helfen, die Sprachmodelle für eigene Zwecke anpassen wollen. Und ich glaubte an eine Art kollaborativen Spirit: Je mehr Entwickler Zugang haben und Ideen austauschen, desto schneller entsteht Innovation. Offenbar sah das die Mehrheit im Saal genauso. Sechzig Prozent stimmten ebenfalls für „Ja“. Die Diskutanten auf der Contra-Seite, Aleph-Alpha-Chef Jonas Andrulis, Investor Nils Seele von LEA Partners und die Accenture-Beraterin Vanessa Cann, würden es schwer haben.
Doch dann begannen die Opening-Statements. Und ich merkte, wie meine Haltung ins Wanken geriet. Das lag nicht nur daran, dass sich allen voran Jonas Andrulis leidenschaftlich in die Debatte warf, energisch gestikulierte und lautstark seine Argumente gegen Open Source vortrug.
Zwei Argumente haben mich besonders überzeugt. Das erste kam von Jonas Andrulis.
- „Wir sagen immer, Europa sei so großartig in der Innovation, aber wir sind so schlecht darin, diese Innovation zu vermarkten“, sagte der Aleph-Alpha-Chef. Doch dafür müsse Europa sein geistiges Eigentum besser schützen. Es seien gerade nicht die mächtigen Konzerne, die Intellectual-Property-Rechte bräuchten, sondern kleine Start-ups, so seine Argumentation. Und er fügte hinzu: Open Source sei nicht nur eine Spielwiese für Technikenthusiasten. Inzwischen kämpften dort milliardenschwere Konzerne um die Vorherrschaft.
Mit diesem Gedanken im Kopf bewirkte ein Argument, mit dem Andreas Blattmann einen Punkt für die Pro-Seite machen wollte, bei mir genau das Gegenteil.
- Als Argument für die unternehmerischen Vorteile von Open Source nannte Blattmann den Billionen-Chipkonzern Nvidia. Die Programmiersprache für Nvidia-Grafikkarten sei offen zugänglich. Open Source habe hier einen Standard für GPU-Programmierung geschaffen, sagte Blattmann, „und auf dieser Grundlage ein ganzes Ökosystem in ein Produkt integriert“.
Open Source, das wurde mir damit noch mal verdeutlicht, ist offen für alle – nicht nur für Europa. Nvidia zeigt, wie schnell große Konzerne Open-Source-Innovationen übernehmen, mit vielen Ressourcen und Entwicklern weiterentwickeln und so Kunden langfristig an sich binden können.
Nvidias Cuda ist, wie Blattmann richtig beschreibt, heute Standard in der GPU-Programmierung. Nvidia stellt damit nicht nur die Chips, an denen kein KI-Entwickler vorbeikommt, sondern auch die zuverlässigste Plattform, um den Modellcode auf diese Hardware zu übersetzen. So hat Open Source eine mächtige Abhängigkeit geschaffen. Nvidia hat eine fast monopolistische Marktstellung erreicht.
Zum Ende der Debatte konnte das Publikum wieder abstimmen. Während die Pro- und Contra-Balken sich auf der LED-Wand aufbauten und einander immer wieder überholten, starrte ich auf mein Handydisplay, auf dem ich zwischen „Ja“ und „Nein“ wählen konnte. Ich merkte: Ich war kurz davor, „Nein“ zu tippen. Doch da war die Abstimmung schon beendet. Die Mehrheit stimmte am Ende für Open Source. Ich muss darüber wohl noch mal in Ruhe nachdenken.
Was Sie sonst noch wissen sollten
1. Karsten Wildberger will sich für mehr europäische KI-Rechenzentren einsetzen. Der Bundesdigitalminister hat auf der TECH sein erstes Interview gegeben und über Europas Chancen im KI-Wettbewerb gesprochen. Dabei bezeichnete er die Aussage, bei großen Sprachmodellen sei der Zug für Europa schon abgefahren, als „Unsinn“. Im Gespräch mit Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes forderte Wildberger mehr Mut, eine schnellere Umsetzung und dass Europa von China lernen sollte. Kein Redner erntete so viel Zwischenapplaus wie der Digitalminister.
2. Frankreichs Investor Cathay Innovation hat einen KI-Fonds mit einer Milliarde Dollar gefüllt. Damit hebt sich der Start-up-Investor in Europa deutlich von anderen Investmentgesellschaften ab. Laut dem Datendienst Pitchbook kamen bei allen anderen europäischen Investoren, die im ersten Quartal Kapital eingesammelt haben, insgesamt 2,3 Milliarden Dollar zusammen. Das Geld verteilt sich über zwei Dutzend Fonds. Cathay will vor allem in KI-Firmen im Bereich Maschinenbau, Gesundheit und Energie investieren. Nadine Schimroszik hat nachgefragt, wie der Megafonds trotz schwieriger Wirtschaftslage zusammengekommen ist.
3. Erste Schritte zur AGI, völlig neuartige KI-Modelle und selbstfahrende Autos waren die meistdiskutierten KI-Trends der TECH. So zeigte sich You.com-Gründer Richard Socher überzeugt, dass KI-Agenten ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Künstlichen Allgemeinen Intelligenz (AGI) sind. Silo-AI-Chef Peter Sarlin verwies auf spannende Entwicklungen bei KI-Modellen für tabellarische Daten. Und das Londoner Start-up Wayve ließ einige Vertreter aus dem Politikbetrieb draußen sein selbstfahrendes Auto testen. Meine Kolleginnen Luisa Bomke und Lina Knees haben die Kernaussagen zu den wichtigsten Trends zusammengetragen.
4. Der oberste Innovationsberater der Bundesregierung macht Druck. Deutschland brauche schnelle Maßnahmen, um technologisch wieder Weltspitze zu werden, sagt Uwe Cantner, der Leiter der Expertenkommission Forschung und Innovation. Im Fokus hat er dabei vor allem die Forschungsministerin Dorothee Bär, von der er sich ein klares Bekenntnis zu KI erhofft. „Das würde zeigen, dass wir uns nicht im Klein-Klein verlieren, sondern die großen Zukunftsthemen entschlossen angehen“, sagt Cantner. Im Handelsblatt-Interview erklärt er, wie Deutschland seine Innovationskraft zurückgewinnen kann.
5. Ein Münchener Professor will KI-Basismodelle für digitale Zwillinge, Videospiele und Roboter entwickeln. Mit Synthesia hat Matthias Nießner bereits ein Milliardenunternehmen mitgegründet – mit Spaitial will der KI-Professor von der Technischen Universität München jetzt aus reinen Texteingaben physikalisch korrekte und interaktive 3D-Welten erstellen. Noch gibt es kein fertiges Produkt, aber erste Investoren, die etwa 13 Millionen Dollar in das Start-up investiert haben. Die Vision: ein Basismodel für den dreidimensionalen Raum – als Grundlage für digitale Zwillinge, Videospiele, Robotik und Industrie. Luisa Bomke weiß, warum Nießner vom „heiligen Gral“ der KI spricht.
6. Die Politik von US-Präsident Donald Trump könnte am Ende sogar China stärken. Darauf hofft zumindest Victor Huang, der dieses Jahr sein Start-up Manycore an die Börse bringen will. Die Firma ist einer der sechs „kleinen Drachen“ – jener KI-Start-ups, die Chinas Staatsführung für besonders vielversprechend hält. Sie entwickelt KI-basierte Raumplanungssoftware für Maschinenbauer, Architektinnen und Möbeldesigner, mit der Roboter auch lernen sollen, sich in einem Raum zu bewegen. Für die nächste Wachstumsstufe braucht Huang nun sowohl internationale Talente als auch Kunden. Bei Ersterem könnte ihm Trumps Vorgehen gegen ausländische Studenten helfen. Für Zweiteres hat er den in China ungewöhnlichen Schritt gewagt, sich mit unserem Korrespondenten Martin Benninghoff zu treffen.
7. Katherina Reiche will mehr Kapital für reifere Start-ups und den Mittelstand aktivieren. Noch zu oft seien Start-ups und die reiferen Scale-Ups von Investoren in Übersee abhängig, sagte die Ministerin. Nun soll die staatliche WIN-Initiative für Wachstums- und Innovationsfinanzierung auf 25 Milliarden Euro verdoppelt und der neue Deutschlandfonds mit privaten Geldern auf bis zu 100 Milliarden Euro gehebelt werden. Reiche sagte auf der TECH: „Wir brauchen Kapital im großen Stil.“
Grafik der Woche
Der Markt für KI in der Industrie-Robotik wächst in Deutschland. Für die Wochenend-Ausgabe vor der TECH-Konferenz recherchierte das Handelsblatt Research Institut zu Europas Chance bei den zehn wichtigsten Schlüsseltechnologien. In der Robotik sind Europa – und vor allem Deutschland – schon jetzt gut aufgestellt. KI könnte diesen Bereich noch weiter voranbringen.
Dieses Potenzial war auch ein großes Thema bei der TECH. Die Fabrik der Zukunft werde „sich selbst fahren“, sagte Siemens-Industrievorstand Cedrik Neike. Roboter, die sich durch KI selbst steuern können, könnten Fabriken weiter automatisieren. Und Jörg Burzer, Produktionsvorstand des Autoherstellers Mercedes-Benz sagte, auch humanoide Roboter würden bereits in der Fabrik integriert.
Was wir lesen
Elon Musks Gehirnchip-Start-up Neuralink ist jetzt neun Milliarden US-Dollar wert. Die neueste 600-Millionen-Finanzierungsrunde folgte auf die erfolgreiche Implantation eines dritten Chips bei einem Menschen. (The Information)
Saudi-Arabiens staatliches KI-Unternehmen Humain plant einen zehn Milliarden Dollar schweren Risikofonds. Er soll in Start-ups in den USA, Europa und Asien investieren. (TechCrunch)
Salesforce will die Datensoftwarefirma Informatica für etwa acht Milliarden Dollar kaufen. Die Datenmanagement-Plattform soll Salesforce einen Vorteil im KI-Rennen verschaffen. (HB / Reuters)
Erste mithilfe generativer KI entwickelte Medikamente könnten bald auf den Markt kommen. Sie sollen Augen- und Leberkrankheiten heilen. (WirtschaftsWoche)
Jetzt startet Meta das KI-Training mit Nutzerdaten auch in Deutschland. Am Freitag hatte das Oberlandesgericht dem Facebook-Konzern die Erlaubnis dafür erteilt. (HB/dpa)
Künstliche Intelligenz könnte die Wasserreserven in Europas trockensten Gebieten gefährden. Das Wasser wird zum Kühlen von Rechenzentren genutzt. (Politico)
KI-Agenten können kein Unternehmen leiten. Modelle von Google, OpenAI, Anthropic und Meta scheiterten in einem Experiment an einfachsten Bürotätigkeiten. (Futurism)
Handelsblatt KI-Community
Die TECH ist das größte und wichtigste Projekt, das wir beim Handelsblatt je gestartet haben. Allein von der Handelsblatt Media Group waren mehr als 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Heilbronn vor Ort – plus externe Dienstleister.
Wenn Sie schon immer mal wissen wollten, wie es eigentlich Backstage aussieht, dann gewähren wir Ihnen als Teil der Handelsblatt-Community ein paar exklusive Einblicke: Hinter der Blue Stage saß unter anderem Techniker Vincent Klein. Er entscheidet, welcher Bildausschnitt im Stream und auf der LED-Leinwand zu sehen ist.
Wer wann dran ist und wie viel Zeit wir Moderatoren für die Ankündigungen haben, steht in Regieplänen, die auf A3-Papier ausgedruckt werden. Die Projektmanagerinnen Celina Fischer (links) und Laura Wolff (rechts), die sich hier mit Live-Kommunikationschefin Vera Nysetvold abstimmen, sorgen unter anderem dafür, dass alle Speaker rechtzeitig verkabelt am Bühnenaufgang stehen.
An alle Kolleginnen und Kollegen, die die Zeltstadt aufgebaut, uns ins rechte Licht gesetzt und für den reibungslosen Verlauf der Veranstaltung gesorgt haben, an dieser Stelle einen herzlichen Dank!
Kennen Sie schon...?
Wer ist Naureen Mahmood? Die CEO und Mitgründerin des Tübinger KI-Start-ups Meshcapade. Die Firma arbeitet an einer KI, die menschliche Bewegungen erfasst.
Wo kommt sie her? Mahmood studierte Informatik an der Lahore-Universität in Pakistan, bevor sie ihren Master in Visualisierungswissenschaften in Texas absolvierte. Anschließend arbeitete sie zunächst am Tübinger Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme an realistischen digitalen Abbildungen von menschlichen Körpern.
Was hat sie vor? „Der nächste Schritt sind Modelle, die bestimmtes Verhalten nachbilden können“, sagte Mahmood auf der TECH. Das sei nützlich für realistischere Videospiele, im Gesundheitswesen und bei der Analyse sportlicher Wettkämpfe – aber auch, um Robotern das Navigieren in der realen Welt beizubringen.
Wo Sie uns hören
Sie haben den Livestream zur TECH verpasst? Dann können Sie einige Highlights jetzt noch mal im Podcast nachhören. In einer neuen Folge von Handelsblatt Disrupt präsentieren wir die Interviews mit Bundeswirtschaftsministerin Reiche, Bundesdigitalminister Wildberger und Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Hören Sie doch mal rein!
Das war das KI-Briefing Nummer 91. Mitarbeit: Luisa Bomke, Lina Knees, Martina Held (Grafik). Wenn Sie auch nächste Woche wieder mitlesen wollen, abonnieren Sie das KI-Briefing am besten als Newsletter.