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KIGoogle-Konzern ordnet Struktur neu, um gegenüber Microsoft aufzuholen

Alphabet fällt bei der Entwicklung von Künstlicher Intelligenz hinter seinen größten Rivalen zurück. Mit weitreichenden Maßnahmen will Konzernchef Sundar Pichai das ändern.Luisa Bomke 19.04.2024 - 14:35 Uhr
Sundar Pichai: Der CEO von Alphabet wird sein Unternehmen umstrukturieren – und will so den Rückstand auf Microsoft verkleinern. Foto: AP

Düsseldorf. Alphabet-CEO Sundar Pichai hat am Donnerstag weitreichende Veränderungen von Googles-Firmenstruktur angekündigt. Der Chef des Google-Mutterkonzerns teilte in einer Nachricht an seine Mitarbeiter mit, dass die Maßnahmen dem Technologiekonzern dabei helfen sollen, Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz schneller und effizienter zu entwickeln. Zuvor hatte Pichai kritisiert, dass Google hinter seinem Rivalen Microsoft zurückbleibe.

Künftig sollen alle Teams, die die KI-Modelle „Gemma“ und „Gemini“ entwickeln unter Demis Hassabis Führung bei Googles KI-Tochter Deepmind stehen. Zu den betroffenen Teams gehören neben „Forschung“, „Modelle“ und „Rechenleistung“ auch Arbeitsgruppen, die sich um die Überwachung und Vertrauenswürdigkeit der Modelle kümmern.

Die Maßnahmen treffen weitere Bereiche des Konzerns. Ein neues, vereinheitlichtes Team für Plattformen und Geräte soll die Bemühungen der Hardware-, Software- und KI-Teams bei Google bündeln – einschließlich derjenigen, die an Produkten wie Android, Chrome, Suche und Fotos arbeiten, kündigte Pichai an.

Dieses Team soll auch all die Mitarbeiter umfassen, die an Computerfotografie und KI-Funktionen auf Geräten arbeiten. Dazu zählen die Aktivitäten rund um das kürzlich von Google eingeführte KI-Tool „Circle to Search“, das in Partnerschaft mit Samsung Electronics Co. angekündigt wurde.

Das wird die größte Umstrukturierung der Google-Muttergesellschaft Alphabet seit der Fusion der KI-Abteilungen Deepmind und Google Brain vor einem Jahr sein.

Alphabet: Mehr Macht für Deepmind-Chef Hassabis

Google Deepmind-Chef Hassabis, der 2014 mit dem Kauf seines Start-ups zu Google kam und nun den Großteil der KI-Entwicklung und des Produktoutputs kontrolliert, bekommt durch die Umstrukturierung erheblich mehr Macht.

Die Änderungen, sagte Pichai, „werden uns helfen, fokussierter und klarer an unserer Mission zu arbeiten“. Der Konzern würde das fortsetzen, was Google bereits im vergangenen Jahr begonnen habe, „um seine Struktur zu vereinfachen und die Entscheidungsfindung intern zu beschleunigen“.

Pichai wurde in den vergangenen Monaten dafür kritisiert, dass er bei der Kommerzialisierung der generativen KI langsamer war als die Konkurrenz, obwohl die Technologie maßgeblich von seinen Forschern entwickelt wurde.

Verantwortlich gemacht haben einige dafür die fragmentierte Struktur des Unternehmens, die interne Bürokratie und das Fehlen eines kohärenten unternehmensweiten Plans für die Einführung generativer KI in der gesamten Produkt- und Dienstleistungspalette.

Die Änderungen werden uns helfen, fokussierter und klarer an unserer Mission zu arbeiten.
Sundar Pichai
Alphabet-CEO

Insbesondere Microsofts 13-Milliarden-Dollar-Partnerschaft mit OpenAI, die dem Unternehmen Zugang zum viel gepriesenen ChatGPT-Modell verschafft hat, war ein Schlag für Google. Sie hat den Rivalen zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt werden lassen. Microsoft ist jetzt mehr als drei Billionen Dollar wert. Alphabet hat eine Marktkapitalisierung von etwas weniger als zwei Billionen Dollar.

Google kämpft mit technischen Herausforderungen

Auch technologisch hatte Google mit Herausforderungen zu kämpfen. So wurde das Unternehmen kritisiert, weil sein Vorzeigemodell „Gemini 1.5“ ungenaue historische Bilder von Menschen erstellt hat. Der Vorfall verstärkte den Eindruck, dass Googles Modelle weniger leistungsfähig sind als die Modelle von Konkurrenten wie OpenAI, Meta und Anthropic.

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Als Folge kündigte Pichai am Donnerstag auch ein zentrales Team für Vertrauen und Sicherheit im Unternehmen an, das die KI-Systeme in höherem Maße testen und besser bewerten soll. 

Mit Agenturmaterial.

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