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Künstliche IntelligenzKalifornien verlangt von Musk Aufklärung über Deepfake-Inhalte

Der kalifornische Generalstaatsanwalt fordert von Musks xAI Aufklärung zu KI-generierten, nicht einvernehmlichen sexuellen Bildern auf X. Weltweit laufen bereits weitere Ermittlungen. 14.01.2026 - 23:10 Uhr Artikel anhören
Elon Musk: Er sagt, seine KI Grok halte sich an die Gesetze des jeweiligen Landes. Foto: REUTERS

Washington. Die kalifornischen Behörden fordern von Elon Musks KI-Firma xAI Aufklärung über die Verbreitung von nicht-einvernehmlichen sexuellen Bildern auf der Plattform. „Wir fordern von xAI umgehend Antworten zu ihrem Plan, die Erstellung und Verbreitung dieser Inhalte zu stoppen“, schrieb der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta auf der Plattform X. Zuvor hatte Gouverneur Gavin Newsom ihn aufgefordert, „das Unternehmen umgehend zu untersuchen und xAI zur Rechenschaft zu ziehen“.

Zuvor hatte Milliardär Musk bestritten, dass seine Künstliche Intelligenz (KI) Grok sexualisierte Bilder von Minderjährigen erstellt. „Mir sind keine von Grok generierten Nacktbilder von Minderjährigen bekannt. Buchstäblich null“, schrieb Musk am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst X.

Diese Plattform und der KI-Entwickler xAI stehen weltweit in der Kritik. Grok kann bei hochgeladenen Fotos realer Personen deren Kleidungsstücke entfernen oder sie in sexuell eindeutigen Posen darstellen. Die derart manipulierten Bilder werden dann über X verbreitet. Sowohl X als auch xAI gehören zu Musks Firmenimperium. „Natürlich generiert Grok keine Bilder spontan, sondern nur auf Anfrage der Nutzer“, betonte Musk in seinem Beitrag. Er bekräftigte, dass die Software sämtliche illegale Anweisungen ignoriere. Zudem richte sie sich nach den Gesetzen des jeweiligen Landes.

Als Reaktion auf die Kritik hatte X zuvor den Zugriff auf die Bild-Funktionen von Grok eingeschränkt. Derzeit können lediglich zahlende X-Nutzer darauf zugreifen. Die von X unabhängige, eigenständige Grok-App lieferte zunächst jedoch weiter sexualisierte Bilder. Vergangene Woche hatte X betont, illegale Inhalte zu löschen und Nutzer gegebenenfalls von der Plattform zu verbannen. Auf eine erneute Nachfrage zu diesem Thema antwortete das Unternehmen: „Etablierte Medien lügen.“

Mehrere Staaten haben inzwischen Ermittlungen wegen möglicher Gesetzesverstöße eingeleitet. Einige von ihnen blockierten den Zugriff auf X. Die Europäische Union (EU) hat X angewiesen, bis zum Jahresende alle Dokumente und Daten zu Grok aufzubewahren. Zahlreiche Politiker, Bürgerrechts- und Frauenrechtsgruppen fordern zudem von Apple und Google, die Apps von X und Grok aus ihren jeweiligen App-Stores zu entfernen.

rtr
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