Besuch im Geheimlabor: Wie Microsoft die Tech-Vorherrschaft erringen will
Redmond. „Das ist Microsofts Moment.“ Fast schon ergriffen beschreibt Satya Nadella, Chef der US-Konzerns, die „neue Ära der Künstlichen Intelligenz“ und die vielen Auswirkungen, die sie auf das Geschäft des Unternehmens haben wird.
Das war im Oktober 2023, zur Vorlage der Jahresbilanz 2023 – und sechs Monate später wird deutlich, was er damit meinte. Microsoft bietet Kunden über das Cloud-Angebot Azure KI-Modelle für unterschiedliche Anwendungen an. Die Zahl dieser angebotenen Modelle ist innerhalb von sechs Monaten um den Faktor sieben gestiegen.
Kunden hätten über Azure Zugriff auf mehr als 1600 KI-Modelle, teilte der Konzern auf Anfrage des Handelsblatts mit. Darunter befinden sich etwa Textroboter wie ChatGPT, aber auch spezialisierte Modelle zum Coding, für Mathematik, Bild-, Musik- oder Videogenerierung.
Neben Angeboten des Microsoft-Partners OpenAI sind auch Produkte des Facebook-Konzern Meta, des französischen Start-ups Mistral oder der US-Firma Databricks verfügbar. Zum Vergleich: Über Googles Konkurrenzprodukt Vertex AI sind laut dem Unternehmen mehr als 130 KI-Modelle verfügbar. Amazons KI-Plattform Bedrock bietet laut eigenen Angaben derzeit 23 Modelle.