Nvidia: Chipkonzern profitiert vom KI-Boom – und verschreckt nervöse Anleger
San Francisco. Der Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) lässt das Geschäft des Chipkonzerns Nvidia weiterhin rasant wachsen. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 56 Prozent auf 46,7 Milliarden Dollar. Im Vergleich zum Vorquartal gab es noch ein Plus von sechs Prozent.
Dabei hätten die Umsätze mit der neuesten Chip-Generation Blackwell überdurchschnittlich zugelegt, teilte der Halbleiterentwickler am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mit. „Blackwell ist die KI-Plattform, auf die die Welt gewartet hat“, sagte Konzernchef Jensen Huang.
Die Anleger quittierten die positiven Nachrichten jedoch nicht. Im nachbörslichen Handel sank die Nvidia-Aktie zunächst um mehr als drei Prozent und brach damit mit einem einwöchigen Aufwärtstrend. Zum Handelsstart am Donnerstag lag das Papier dann noch leicht im Minus.
Der Grund: Etwas schwächer als erwartet gewachsene Geschäftsbereiche verschreckten die Anleger. So stieg der Umsatz im Segment Rechenzentren um 56 Prozent auf 41,1 Milliarden Dollar – Analysten waren von 41,3 Milliarden Dollar ausgegangen.
Der Bereich, der inzwischen 89 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht, verfehlte damit das zweite Quartal in Folge die Erwartungen. Zu dem Segment gehört auch der Verkauf der Blackwell-Chips, die zum Trainieren von KI-Modellen verwendet werden.