Start-up-Check: Diese Gründer überzeugten Porsche, Mercedes und BMW
Berlin. Autos werden immer komplexer. Entwickelte früher nur ein Fahrzeugingenieur den Plan für das nächste Modell, ist es heute eine ganze Reihe von Ingenieuren, die den neuen Porsche Taycan, den VW Golf oder die Mercedes S-Klasse konstruieren. Neben Elektro-, Umwelt- und Mechanikingenieuren liefern auch Akustik-, Sicherheits- und Softwareingenieure insgesamt rund 25 Gigabyte Daten für den Bau eines Autos.
Ingenieure verbringen daher rund 70 Prozent ihrer Arbeitszeit damit, Zusammenhänge zwischen diesen Daten, den Produkten und den Arbeitsprozessen herzustellen. Robert Göbel, Gründer des Berliner Start-ups Spread AI, sagt: „Heute arbeitet jeder Ingenieur an einem Puzzleteil, aber niemand kennt das gesamte Puzzle.“ Das wollen Göbel und sein Co-Gründer Philipp Noll mit Spread AI ändern.
Um wen geht es?
Das Problem haben Noll und Göbel während ihrer Tätigkeit für das Porsche-Beratungsunternehmen MHP erkannt. In dieser Zeit haben die beiden nicht nur Porsche, sondern auch andere Autobauer dabei beraten, Einsparpotenziale im Produktzyklus zu erkennen. Die größte Ineffizienz erkannten sie bei der Informationssuche und -übersetzung. Eine geeignete Lösung gab es nach ihrer Meinung aber nicht auf dem Markt.