Wiz-Gründer: „Ich halte die Cyberangriffe von morgen tatsächlich für nachrangig“
London. Sobald die US-Kartellbehörden ihre Genehmigung erteilen, will der Technologiekonzern Google die israelische Cyberfirma Wiz übernehmen. Vor einem Jahr hatte Wiz eine Offerte in Höhe von 23 Milliarden Dollar noch abgelehnt, nun soll die Akquisition für 32 Milliarden Dollar gelingen.
Es ist der teuerste Deal in der Firmengeschichte von Google. Mit ihm sichert sich der US-Konzern Zugang zur Sicherheitssoftware von Wiz und beweist, wie strategisch relevant dieses Feld inzwischen ist: Immer mehr Unternehmen geraten in den Fokus politisch motivierter Attacken, deren Ziel es ist, kritische Infrastruktur lahmzulegen. Die Entwicklung bei Künstlicher Intelligenz (KI) trägt dazu bei, dass die Taktiken der Angreifer raffinierter werden.
„Wir sollten diese Risiken ein Stück weit entmystifizieren“, sagt Wiz-Mitgründer Roy Reznik im Gespräch mit dem Handelsblatt. Grundlegend neu sei die Art der Angriffe nicht, trotzdem seien die Täter häufig einen Schritt voraus. Seinen Experten gelinge es jedoch, aus vorliegenden Daten die richtigen „Muster zu finden“, um mögliche Einfallstore zu sichern.
„Um als Start-up erfolgreich zu sein, müssen Sie unerbittlich optimistisch sein“, sagt Reznik. Das hätten er und seine Mitgründer unter anderem in einer israelischen Militär-Spezialeinheit gelernt, wo sie zusammen dienten.