Alzheimer und Demenz: Warum schadet zu viel Zucker dem Gehirn?
Düsseldorf. Zucker schmeckt. Das wissen Menschen seit Jahrtausenden. Die kleinen Kristalle machen nachweislich glücklich – und das nicht nur, weil sie viele Dinger erst lecker machen. Zucker aktiviert unsere Insulinproduktion, die wiederum im Gehirn die Bildung von Serotonin anregt, jenem Hormon, das für gute Laune sorgt.
Rund 4,3 Millionen Tonnen Zucker wurden allein im vergangenen Jahr in Deutschland produziert. Weltweit sind es 186 Millionen Tonnen. Was im Mittelalter selten und teuer war, wird seit dem 19. Jahrhundert in großen Raffinerien hergestellt – und seither ist der Glücksrausch billig zu haben.
Kein Wunder, dass der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch in einem Industriestaat wie Deutschland also weit über dem liegt, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für ratsam hält: Durchschnittlich 33,2 Kilogramm konsumierte jeder Deutsche im vergangenen Jahr – mehr als die für ihr Fast Food bekannten US-Amerikaner und fast doppelt so viel wie der empfohlene Richtwert von 18 Kilogramm.
Und das ist schlecht. Denn Zucker versorgt unseren Körper nicht nur mit Energie, sondern spielt bekanntlich auch eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Diabetes, Übergewicht und möglicherweise sogar Krebs. Was viele aber nicht wissen: Auch unsere geistige Leistungsfähigkeit kann durch zu viel Zucker erheblichen Schaden nehmen.