Denton Systems: Start-up bietet Back-up für die Zähne
Marius Liefold, Tom Lübke und Dennis Wagner (oben von links nach rechts), Roland Nass und Michael Krischollek (unten von links nach rechts).
Foto: UnternehmenKöln. Frauen mit späterem Kinderwunsch können sich ihre unbefruchteten Eizellen einfrieren lassen. Das Verfahren heißt Social Freezing und wurde bereits millionenfach durchgeführt. Dass auch der Kauapparat konserviert werden kann, ist hingegen weitgehend unbekannt. Das Potsdamer Zahnarzt-Start-up Denton Systems hat sich auf letzteres spezialisiert. Es bietet Patienten ein Computer-Back-up vom gesunden Gebiss und Kiefer an.
Der gelernte Medizininformatiker Marius Liefold ist Gründer und Geschäftsführer von Denton Systems. „Viele Symptome wie Kopfschmerzen, Verspannungen oder Schlafstörungen werden durch die Veränderungen des Gebisses versursacht“, schreibt er. Die Krankheiten könnten verhindert werden, wenn ein Scan des gesunden Kauapparats zur Verfügung stehe, an dem sich Zahnärzte bei Zahnkorrekturen orientieren.
Erster Selektivvertrag mit BKK VBU
Die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) sieht das ähnlich: „Jeder Mensch hat eine einzigartige Bissstellung, die sich im Laufe des Lebens durch Defekte an den Zähnen verändert”, schreibt sie. „Durch diese Veränderungen können im Gebiss Fehlstellungen auftreten, die viele gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.” Mit dem Scan von Denton Systems wäre der Ursprungszustand der Zähne und der Bisslage für viele Jahre gespeichert.