E-Rezept: Eine Viertelmillion elektronische Privatrezepte ausgestellt
Derzeit befindet sich das elektronische Rezept auf unbestimmte Zeit in einer Testphase.
Foto: dpaDüsseldorf. Die bundesweite Einführung des elektronischen Rezepts (E-Rezept) verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Patienten mit einer privaten Versicherung oder einem ausreichend großen Geldbeutel können sich dafür heute schon den Gang in die Arztpraxis sparen. Über einen Telemedizinanbieter kann ein elektronisches Rezept online gekauft und an einen Versandhändler oder eine Apotheke in der Nähe verschickt werden.
250.000 elektronische Privatrezepte hat der Telemedizinanbieter Zava im vergangenen Jahr laut eigenen Angaben in Deutschland ausgestellt. 30.000 E-Rezepte müssen erfolgreich eingelöst werden, damit alle Kassenpatienten dieses Angebot in Anspruch nehmen können.
Auf einem Dashboard der Gematik wird der Datenaustausch über die Telematikinfrastruktur für das Gesundheitswesen gezeigt. Aufgeführt ist dort, dass bis gestern rund 1000 E-Rezepte bei Apotheken eingelöst wurden.
Rund 4000 E-Rezepte wurden der Gematik zufolge von Ärzten ausgestellt. Kooperationen der Telemedizinunternehmen wie etwa Zava mit der AOK Bayern sind eine Ausnahme.
Ursprünglich sollte das E-Rezept im Januar dieses Jahres bundesweit starten. Ein Zeitlimit für die nun laufende Testphase gibt es nicht.