Gesundheitstrend: Deutsche setzen stärker auf digitale Prävention
Düsseldorf. Gesundheitsvorsorge wird in Deutschland zunehmend digital – und sie wird intensiver genutzt als in vielen anderen europäischen Ländern. Das zeigt der „Better Health Report 2025“ der Unternehmensberatung Simon-Kucher, erstellt in Zusammenarbeit mit dem Verband AESGP. Grundlage ist eine Befragung von mehr als 2700 Menschen in sieben europäischen Ländern.
Demnach greifen 88 Prozent der Deutschen zu digitalen oder nicht digitalen Hilfsmitteln, um Krankheiten vorzubeugen, mehr als in jedem anderen untersuchten Land. Im Schnitt liegt die Nutzung in Europa bei 81 Prozent. Auch Polen (84 Prozent) und Spanien (81 Prozent) zeigen hohe Werte, während Großbritannien (77 Prozent) und Italien (78 Prozent) leicht zurückliegen.
Besonders groß ist der Untersuchung zufolge der Einfluss der jüngeren Generationen. Unter den 18- bis 28-Jährigen nutzen 81 Prozent bereits Künstliche Intelligenz bei Entscheidungen zu Präventionsprodukten – im Schnitt aller Altersgruppen sind es nur 55 Prozent. In der Altersgruppe über 61 Jahre liegt der Anteil nur bei 26 Prozent.
Die Deutschen setzen bei Präventionshilfen sowohl auf klassische Produkte wie Vitamine (80 Prozent) als auch auf digitale Angebote: Mobile Apps mit Wearable-Anbindung nutzen 61 Prozent, ohne Wearable 47 Prozent. Zudem sagen 78 Prozent der Digital-Helfer-Nutzer, Wearables hätten ihre Präventionsroutinen merklich verändert – besonders Jüngere und Besserverdienende.