Interview: Warum Versorgungsdaten für die Forschung wichtiger werden
Berlin. Seit Kurzem ist das Statistikportal des Forschungsdatenzentrums (FDZ) des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) online. Forschende können dort anonymisierte Diagnosedaten nach Alter, Geschlecht, Region und Jahr auswerten.
Einen Antrag auf Datennutzung für konkrete Forschungsfragen können sie hingegen noch nicht stellen, obwohl dies für das erste Quartal 2025 geplant war. Dennoch gibt das Portal ein wichtiges Signal: Es geht voran.
Das FDZ wird Teil des European Health Data Space (EHDS) sein, der seit März dieses Jahres in Kraft ist und den Austausch von Gesundheitsdaten europaweit einfacher und sicherer machen soll. Damit rücken sogenannte Real World Data (RWD) – Versorgungsdaten aus dem medizinischen Alltag – weiter ins Zentrum der digitalen Gesundheitsdebatte.
Im Interview mit dem Handelsblatt erklären Honic-Gründer Henrik Matthies und Novartis-Experte Benjamin Gmeiner, wie RWD dabei helfen, Versorgungslücken zu erkennen und Medikamente schneller zu entwickeln.