Patientenportale: Hersteller freuen sich über volle Auftragsbücher
Berlin. Patientenportale gelten als Schlüssel zur digitalen Gesundheitsversorgung. Sie ermöglichen es Patientinnen und Patienten, Termine online zu buchen, Formulare digital auszufüllen und Befunde zu teilen. Einige Portale vermitteln auch Videosprechstunden und bieten Kommunikation mit Ärztinnen und Ärzten an.
Für den Aufbau solcher Portale haben bislang 1130 Krankenhausträger Fördermittel aus dem Krankenhauszukunftsfonds beantragt. Das ist ein 4,3 Milliarden Euro schwerer Fördertopf, den Bund und Länder im Zuge des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG) für die Digitalisierung der Kliniken bereitgestellt haben. Nur der Aufbau einer digitalen Dokumentation war noch gefragter, hierfür gingen 1533 Anträge ein.
Für die digitale Transformation der Krankenhäuser seien Patientenportale deshalb so wichtig, weil sie die gesamte Patientenreise abbilden – von der Aufnahme in ein Krankenhaus über den stationären Aufenthalt bis hin zur Entlassung und Nachsorge. Das sagt Alexander Alscher, Gründer und Geschäftsführer von Samedi.
Der Patient im Mittelpunkt
Dank der Fördergelder sind die Auftragsbücher für das Patientenportal des Health-IT-Unternehmens voll. Nach eigenen Angaben hat die Firma im vergangenen Jahr zwölf Portale in Deutschland installiert; in diesem Jahr sollen 37 folgen.