PitchBook-Analyse: Wie risikobereit sind Digital-Health-Investoren?
Im Jahresvergleich zeigt sich, dass Digital-Health-Start-ups aus Frankreich/Benelux in den vergangenen Jahren kontinuierlich mehr Geld erhielten.
Foto: imago images / Westend61Köln. Zahlen der Unternehmensdatenbank PitchBook zeigen, dass die Straffung der Geldpolitik und die Inflation auch die Geldflüsse in den europäischen Digital-Health-Sektor einschränken. Im ersten Quartal 2023 investierten Risikokapitalgeber nur 812 Millionen Euro in europäische Health-Tech-Unternehmen. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2022 gaben sie mit 1,7 Milliarden Euro mehr als doppelt so viel aus.
Das meiste Geld konnten sich in diesem Jahr Digital-Health-Unternehmen aus Frankreich und den Benelux-Staaten sichern, die insgesamt rund 309 Millionen Euro einsammelten. Zu den Benelux-Ländern zählen Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Im Jahresvergleich zeigt sich, dass Digital-Health-Start-ups aus Frankreich/Benelux in den vergangenen Jahren kontinuierlich mehr Geld erhielten.
In Digital-Health-Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) investierten Kapitalgeber in diesem Jahr rund 83 Millionen Euro, das sind rund zehn Prozent der europäischen Investitionen. Die höchste Finanzierung in Deutschland erhielt in diesem Jahr das Berliner Unternehmen Medwing, das eine Vermittlungsplattform für Pflegekräfte anbietet. Es sammelte im März in einer Serie-C-Finanzierungsrunde 44 Millionen Euro ein.