Start-up Noah Labs: Vom Telemonitoring zur Stimmanalyse
Berlin. Bis zu vier Millionen Menschen in Deutschland sind von einer Herzschwäche betroffen. Sie steht auf Platz drei der Liste der häufigsten Todesursachen und ist außerdem der häufigste Grund für Krankenhausaufenthalte: Knapp 447.000 Menschen mussten 2022 deswegen stationär behandelt werden. Das geht aus dem aktuellen Deutschen Herzbericht hervor.
„Eine telemedizinische Betreuung kann Krankenhauseinweisungen nachweislich verhindern und die Lebenserwartung der Betroffenen verbessern“, sagt Oliver Piepenstock, Geschäftsführer und Gründer des Berliner Start-ups Noah Labs. Das Unternehmen hat eine Software entwickelt, die es Ärztinnen und Ärzten ermöglicht, ihre Patientinnen und Patienten telemedizinisch zu überwachen. Wie das Handelsblatt vorab erfahren hat, hat das Unternehmen gerade eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, in der es drei Millionen Euro einsammeln konnte.
Neben Nina Capital aus Barcelona gehören Adesso Ventures und die Stiftung Deutsches Herzzentrum Berlin zu den Geldgebern. Außerdem beteiligen sich die Investitionsbank des Landes Brandenburg sowie einige Business Angels an der Runde.
40 Kardiologen nutzen Noah Labs Ark
Oliver Piepenstock gründete Noah Labs im Sommer 2021 zusammen mit Leonhard Riehle und Marcus Hott. Finanzexperte Piepenstock, der zuvor schon die Pflegevermittlung Mecasa gegründet hatte, lernte den Datenwissenschaftler Hott bei Entrepreneur First kennen. Das ist ein Unternehmen, das potenzielle Gründer zusammenbringt und in vielversprechende Firmen investiert.