Telemedizin: So wetteifern Hautarzt-Start-ups um Selbstzahler
Rund ein Dutzend Start-ups wetteifern bei Google um Nutzer, die nach einem Online-Hautarzt suchen.
Foto: IMAGO/Addictive StockKöln. Der Kosmetikspiegel wird zum Arzthelfer – und schickt Fotos der geröteten Hautstelle direkt zum Dermatologen: Um dieses Szenario Realität werden zu lassen, haben sich zwei Hamburger Start-ups zusammengeschlossen. Swan Beauty Tech will in diesem Monat den interaktiven Spiegel auf den Markt bringen. Nutzer sollen über die integrierte Kamera Schmink- und Haarstyling-Anleitungen aufnehmen, andere können die Videos über das eingebaute Display abspielen und direkt nachmachen. Für den Draht zum Arzt – im ersten Schritt über die Smartphone-App des Spiegel-Herstellers – sorgt der Ende 2022 gegründete Online-Hautarzt Doctorderma.
„Über diesen Weg lassen sich Menschen erreichen, die Hautprobleme mit Pflegeprodukten angehen, es aber noch nicht zum Dermatologen geschafft haben“, sagt Doctorderma-Gründer Christian Drerup. Das junge Unternehmen treibt weitere Kooperationen voran: Geplant ist die Zusammenarbeit mit einem Hersteller von Pflegeprodukten, etablieren will sich das Start-up zudem im betrieblichen Gesundheitswesen und als Anbieter von Telekonsilen für Kliniken ohne eigene Dermatologen. Das betriebswirtschaftliche Kalkül: „Wir wollen dadurch auch unsere Abhängigkeit vom Suchmaschinenmarketing reduzieren.“