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Tobias GantnerDie KI-Transformation ist langsamer als gedacht

Der Healthcare Futurist spricht darüber, warum digitale Tools allein niemanden gesünder machen und wieso wir keine Angst haben müssen, dass wir wegen KI in fünf Jahren alle arbeitslos sind.Jana Ehrhardt-Joswig 04.12.2025 - 06:04 Uhr Artikel anhören
Tobias Gantner, Gründer und Geschäftsführer der Healthcare Futurists Foto: Privat

Berlin. Tobias Gantner ist Gründer und Geschäftsführer der Healthcare Futurists, eines Thinktanks und Innovationsnetzwerks für Gesundheitswesen, Life-Sciences und Medizin. Der Mediziner und Ökonom war zuvor in leitenden Positionen bei Unternehmen wie Novartis und Johnson & Johnson tätig. In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit Innovationen im Gesundheitswesen, digitalen Technologien und der Zukunft der Medizin.

Herr Gantner, welches digitale Gesundheitstool nutzen Sie am häufigsten?
Am häufigsten nutze ich tatsächlich meine Smartwatch. Sie begleitet mich den ganzen Tag und hilft mir, meine Aktivitäten im Blick zu behalten. Ich tracke damit meinen Schlaf – also meinen Tag-Nacht-Rhythmus –, aber auch meine sportlichen Aktivitäten, zum Beispiel beim Laufen oder um zu sehen, welche Strecken ich im Alltag zurücklege. Und natürlich schaue ich auch einfach mal drauf, um zu wissen, wie spät es ist. Die Daten geben mir immer wieder einen klaren Hinweis: Ich sollte mehr laufen.

Welcher Digital-Health-Trend wird am meisten über- oder unterschätzt?
Ich glaube, überschätzt wird aktuell das Potenzial von Künstlicher Intelligenz. Viele haben Angst, dass wir in fünf Jahren alle arbeitslos sind. Die Transformation wird langsamer verlaufen, und wir werden erkennen, dass sich das Thema gerade etwas überhitzt. Ich sage nicht, dass Large-Language-Models verschwinden oder keinen Nutzen bringen, aber der Hype ist größer als die Realität. Unterschätzt wird hingegen, was wir selbst für unsere Gesundheit tun können. Es reicht nicht, eine App herunterzuladen oder eine Smartwatch zu tragen. Entscheidend sind die aktive Nutzung und Verhaltensänderung. Das ist wie beim Klavierspielen: Übung macht den Unterschied. Nur so schaffen wir es, wirklich gesünder zu leben. Prävention ist dabei zentral – und hier können wir als Gesellschaft noch viel besser werden.

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