Xund Solutions: Symptomchecker erhält sechs Millionen Euro
Die Gründer von Xund.
Foto: UnternehmenKöln. Die jüngste Dienstreise von Tamás Petrovics zeugt vom Wandel seines Unternehmens: In München nahm der Mitgründer von Xund Solutions gestern als Redner an der „Digital Insurance Agenda“ (DIA), einer Konferenz zur Digitalisierung des Versicherungswesens, teil. Eine willkommene Gelegenheit – denn Krankenversicherungen sind eine zunehmend wichtige Kundengruppe für das Digital-Health-Start-up aus Wien, das vor anderthalb Jahren noch voll auf Privatkunden zielte.
Gegründet im Jahr 2018 von Petrovics, Lukas Seper und Zoltán Tarabó, hat Xund einen digitalen Symptomchecker entwickelt. Eine App fragt Beschwerden systematisch ab – und die Software schließt aus den Eingaben, welche Erkrankungen dahinterstehen können. Für das System hatte eine Künstliche Intelligenz des Start-ups medizinische Publikationen ausgewertet und die so erkannten Zusammenhänge von Ärzten prüfen lassen. Das Versprechen: Wer sich krank fühlt, bekommt anders als bei „Dr. Google“ medizinisch fundierte Ersteinschätzungen – und vermutet hinter dem unspezifischen Bauchstechen nicht gleich einen Tumor. Das soll manchen Praxisbesuch sparen oder zumindest dabei helfen, den richtigen Arzt zu finden.