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Kampf gegen Corona Biontech liefert im Juli weniger Impfstoff – Was das für die Impfkampagne bedeutet

Nach vorgezogenen Impfstoff-Lieferungen im Mai und Juni kehrt der Mainzer Hersteller zum ursprünglichen Plan zurück. Die Liefermengen sinken dadurch auf etwa 13 Millionen im Juli.
16.06.2021 - 17:44 Uhr Kommentieren
Impfung mit Biontech in einem Berliner Impfzentrum. Quelle: imago images/Jochen Eckel
Berlin

Impfung mit Biontech in einem Berliner Impfzentrum.

(Foto: imago images/Jochen Eckel)

Frankfurt Mehr als 20 Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs Comirnaty wird das Biotechunternehmen Biontech in diesem Monat in Deutschland ausliefern. Im Juli dagegen dagegen dürften die Lieferungen auf 12 bis 13 Millionen Dosen sinken, wie aus am Mittwoch öffentlich gewordenen Planungen des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht.

Allerdings liegt das nicht an Produktionsproblemen oder Engpässen bei Rohstoffen, sondern an einer, schon vor Monaten verabredeten, Umschichtung der Liefermengen. Biontech und ihr Partner Pfizer hatten einen Teil der für das Gesamtjahr vorgesehenen Lieferungen für die EU auf die Monate Mai und Juni vorgezogen. Deutschland erhielt dadurch im zweiten Quartal knapp zehn Millionen Impfstoff-Dosen mehr als ursprünglich verabredet.

„Im Juli kehren wir nun zurück zu dem ursprünglichen Plan. Wir liefern wieder das normale Maß“, sagte dazu eine Sprecherin des Unternehmens. Insgesamt wird Biontech im ersten Halbjahr knapp 60 Millionen Dosen in Deutschland ausliefern. Bisher sind laut Ministerium 47,6 Millionen Dosen angekommen.

Das Mainzer Unternehmen ist damit der mit Abstand größte Covid-Impfstoff-Versorger für Deutschland. Rund 11,8 Millionen Dosen hat bisher Astra-Zeneca geliefert, 5,9 Millionen Dosen die US-Firma Moderna und 2,2 Millionen der US-Gesundheitskonzern Johnson & Johnson.

Biontech ist unter den Impfstoff-Anbietern zugleich der einzige, der weitgehend nach Plan liefert und seine anfänglichen Zusagen in den letzten Wochen sogar deutlich übertroffen hat. Vorgesehen war ursprünglich ein relativ kontinuierlicher Anstieg von Produktion und Liefermengen über das gesamte Jahr hinweg. Durch die vorgezogenen Mengen ergab sich stattdessen eine Lieferspitze im Juni, die sich nach Angaben des Unternehmens nun wieder normalisiert.

Für das zweite Halbjahr ist die Lieferung von weiteren rund 60 Millionen Dosen vorgesehen. Das entspricht im Schnitt rund zehn Millionen Dosen pro Monat oder 2,3 Millionen Dosen pro Woche.

Astra-Zeneca, Johnson & Johnson und Moderna kämpfen mit Lieferschwierigkeiten

Insgesamt reicht damit die von Biontech vorgesehene Liefermenge aus, um rund 60 Millionen der 83 Millionen Bundesbürger komplett zu impfen. Tatsächlich infrage für eine Impfung kommen bisher allerdings nur etwa 74 Millionen Menschen. Für rund neun Millionen Kinder unter zwölf Jahren ist bisher kein Covid-Impfstoff zugelassen.

Neben dem Impfstoff von Biontech plant das Bundesgesundheitsministerium für das zweite Halbjahr bisher noch mit rund 70 Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffs, der ebenso wie das Biontech-Vakzin auf mRNA basiert. Außerdem sehen die Prognosen für die zweite Jahreshälfte etwa 35 Millionen Dosen von Astra-Zeneca und rund 26 Millionen Dosen von Johnson & Johnson vor.

Diese beiden Hersteller kämpfen allerdings mit Produktionsschwierigkeiten und haben bisher deutlich weniger geliefert als vorgesehen. Erst am Mittwoch kündigt die EU-Kommission an, Johnson & Johnson könne sein Lieferziel bis Ende Juni nicht einhalten. Auch Moderna blieb laut Daten des Gesundheitsministeriums in der vergangenen Woche deutlich hinter den vorgesehenen gut 500.000 Einheiten zurück.

Insgesamt wurden in Deutschland bisher 62,3 Millionen Impfdosen verabreicht. Knapp 23 Millionen Menschen sind danach vollständig geimpft, weitere etwa 18 Millionen Menschen haben die erste Impfdosis erhalten.

Ausgeliefert wurden bis zum 13. Juni insgesamt 67,6 Millionen Dosen, von denen noch rund fünf Millionen auf Lager liegen. Inklusive der noch vorgesehenen Lieferungen dürften damit bis Monatsende gut 17 Millionen Dosen zur Verfügung stehen, um die Impfkampagnen fortzusetzen.

Mehr: Biotech-Hype dank Biontech: Investoren pumpen mehr als das Dreifache an Kapital in deutsche Firmen

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