IT-Dienstleister: Finanzinvestoren loten offenbar Kaufofferten für SoftwareOne aus
London/Zürich,. Finanzinvestoren haben Insidern zufolge erneut ein Auge auf den IT-Dienstleister SoftwareOne geworfen. Apax, Bain und CVC prüften Übernahmeangebote, wie mit der Sache vertraute Personen zur Nachrichtenagentur Reuters sagten. Beraten wird die Schweizer Firma dabei von der Investmentbank Jefferies. Die Gespräche liefen, befänden sich aber noch nicht in einem fortgeschrittenen Stadium, sagte eine der Personen.
Apax, Bain und CVC lehnten eine Stellungnahme ab. Ein Sprecher von SoftwareOne verwies auf eine Mitteilung vom Mai, wonach der Verwaltungsrat von mehreren Parteien in Bezug auf eine mögliche Going-Private-Transaktion kontaktiert worden sei. Um einen geordneten Ablauf zu gewährleisten, habe der Verwaltungsrat einen Transaktionsausschuss eingerichtet. Namen nannte die Firma, die 2019 an die Schweizer Börse ging und seitdem nicht alle Erwartungen erfüllen konnte, damals aber nicht.
Um das Unternehmen neu aufzustellen, wollten die Gründungsaktionäre SoftwareOne im vergangenen Jahr zusammen mit Bain von der Börse nehmen. Doch der Verwaltungsrat lehnte nicht nur ein unverbindliches Angebot von 18,50 Franken je Aktie oder insgesamt 2,9 Milliarden Franken ab, sondern auch eine auf 18,80 Franken aufgebesserte Offerte.
Mitte Januar kam SoftwareOne nach Prüfung der strategischen Optionen zu dem Schluss, unabhängig bleiben zu wollen. Als Reaktion erwirkten die drei Gründungsaktionäre, die zusammen 29 Prozent an der Firma halten, daraufhin die Neubesetzung des Verwaltungsrats.