Meituan und Alibaba: China geht gegen ruinösen Preiskampf bei Lieferdiensten vor
Peking. China will den von Tech-Konzernen wie Meituan und Alibaba geführten Preiskampf bei Essenslieferdiensten beenden. Die staatliche Marktregulierungsbehörde kündigte am Freitag eine Untersuchung an. Deren Ziel sei es, für einen fairen und geordneten Wettbewerb sowie ein Marktumfeld mit hoher Qualität und angemessenen Preisen zu sorgen, teilte die Behörde nach einer Entscheidung des Staatsrates mit.
Probleme wie übermäßige Subventionen und Preiskämpfe im Liefersektor hätten die Realwirtschaft unter Druck gesetzt und einen ruinösen Wettbewerb verschärft, hieß es weiter. Der chinesische Begriff „Neijuan" („Involution“) bezeichnet einen exzessiven Wettbewerb, der oft zu sinkenden Erträgen führt.
Die Entwicklung hat zu den deflationären Tendenzen beigetragen, die die chinesische Wirtschaft derzeit belasten. Die Verbraucherpreise stagnierten im Gesamtjahr 2025 und verfehlten damit das Ziel der Regierung deutlich, die eine Inflationsrate von rund zwei Prozent anstrebt.
Meituan hatte im dritten Quartal des vergangenen Jahres den ersten Quartalsverlust seit Ende 2022 verbucht und vor weiteren Verlusten gewarnt, da der Preiskampf die Margen schmälere. Meituan und die Lieferplattform von Alibaba teilten mit, sie begrüßten die Untersuchung und würden uneingeschränkt kooperieren.
Erstpublikation: 09.01.2026, 12:45 Uhr.