Unternehmensberatung: So arbeiten Deutschlands Top-Berater
In der Unternehmensberatung ist eine gute Vernetzung besonders wichtig.
Foto: HandelsblattDüsseldorf. In kaum einem anderen Gewerbe kommt es so sehr darauf an, dass Vertrauen von Konzernchefs und Unternehmerdynastien zu gewinnen, wie unter den Strategieberaterinnen und -beratern. Lesen Sie, wie die wichtigsten Namen der Branche in Deutschland zu dem wurden, was sie heute sind. Cliffhanger: Nicht alle arbeiten bei McKinsey oder Boston Consulting.
Michael Brigl, Boston Consulting Group
Es gab Zeiten, da hat Michael Brigl sich bis zu 100 Firmen pro Monat „angeschaut“. Er hat ihre Zahlen, Geschäftsmodelle, Konkurrenzverhältnisse und Märkte analysiert und auf dieser Basis überlegt, wie er aus „einer guten eine hervorragende Firma“ machen könnte. Mit dieser Fleißarbeit Mitte und Ende der Nullerjahre legte er die Grundlage für seine Karriere.
Denn was einst noch unter die Sammelbegriffe Neupositionierung oder Performance-Management subsumiert wurde, nennt sich heute Transformation, gern ergänzt durch die Präzisierung: „digitale Transformation“. In diesem Milliardengeschäft hat sich die Boston Consulting Group (BCG) in den vergangenen Jahren etabliert – vor allem auch durch Brigl.
Heute ist der 49-Jährige der Deutschland- und Zentraleuropa-Chef von BCG. Zu seinem Rang und Ruf verhalfen ihm die Geschäfte mit Private-Equity-Firmen. Er baute diesen Geschäftsbereich ab 2007 federführend mit seinem Partnerkollegen Jens Riedl auf, der später zu Permira wechselte und heute bei GBL ist.