Elektromobilität: Ist das Ende von Plug-in-Hybriden absehbar?
Der reinelektrische Mercedes EQS auf dem Autosalon in Lyon: Plug-in-Hybride haben es beim Stuttgarter Autohersteller künftig schwer. Reine E-Autos genießen klaren Vorrang.
Foto: IMAGO/PanoramiCMünchen. Hohe Leistung, niedriger Verbrauch: Mit dieser Gleichung versucht die deutsche Autoindustrie seit fast einer Dekade, teilelektrische Modelle in den Markt zu drücken. Besonders Mercedes-Benz hat das Angebot sogenannter Plug-in-Hybride (PHEV), die sowohl einen Verbrennungsmotor als auch einen elektrischen Antrieb unter der Haube haben, in den vergangenen Jahren enorm ausgeweitet und die Technik verbessert.
Die elektrische Reichweite der Plug-in-Hybride mit Sternenlogo hat sich seit 2014 verdreifacht – von 33 auf aktuell mehr als einhundert Kilometer. Unter der Woche können Nutzer so theoretisch emissionsfrei zur Arbeit surren und am Wochenende bei Bedarf auf der Langstrecke mit dem Verbrennungsmotor in die Berge oder an die See fahren. Diese Flexibilität sei „der große Pluspunkt“, betont Mercedes-Vertriebschefin Britta Seeger.
Die Vorständin lobt die Technik und schickt den neuen GLC – immerhin das meistverkaufte Auto der Schwaben – von September an gleich in drei Plug-in-Varianten zu den Händlern: zweimal als Benziner, einmal als Diesel. Das wirkt, als stünde den Teilzeitstromern noch eine große Zukunft bevor. Doch der Eindruck täuscht.