Ceraweek: Wasserstoff-Boom in Amerika – Hängen die USA bald die Europäer ab?
Houston, Düsseldorf. „Wasserstoff als Treibstoff für die Märkte“, „Innovative Finanzierung von Wasserstoff“, „Wasserstoff in Texas: Pipelines als Turbo für die Energiewende.“ Auf der diesjährigen Öl- und Gas-Messe Ceraweek im texanischen Houston kommen die Besucher am Wort „Wasserstoff“ nicht mehr vorbei. Egal ob Podiumsdiskussion oder Softwareanbieter von digitalen Zwillingen für die Wasserstoff-Infrastruktur in der Innovations-Agora der Messe: Gefühlt hat jeder dritte Programmpunkt mit Wasserstoff zu tun. Und das auf der Ceraweek, einer Art Woodstock der fossilen Brennstoffindustrie.
Außerdem gehen die Amerikaner das Thema pragmatischer an als Europa: Der Staat fördert nicht nur grünen Wasserstoff, der ausschließlich mit erneuerbaren Energien produziert wird, sondern in einem geringeren Umfang auch blauen Wasserstoff, der aus Erdgas gewonnenen wird.
Laut der globalen Wasserstoffinitiative Hydrogen Council wurden im Zeitraum Januar bis Oktober 2023 in Nordamerika elf Milliarden Dollar an zusätzlichen Investitionen in Projekte angekündigt, die bereits in einem fortgeschrittenen Planungsstadium sind – in Europa waren es im selben Zeitraum nur neun Milliarden Dollar.