Energie: Wenn der Wasserstoff per Container ins Werk kommt
Berlin. Klimaneutraler Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft: In der Industrie oder im Schwerlast- und Flugverkehr soll er in den kommenden Jahren Erdgas, Erdöl und Kohle schrittweise ersetzen.
Doch diese Transformation erfordert den Aufbau einer neuen Transportinfrastruktur. Der Wasserstoff muss per Tanker über die Weltmeere gefahren und über ein neues Pipelinenetz bis zum industriellen Mittelständler in der Provinz gebracht werden.
Oder man transportiert ihn per Standardcontainer. Exakt diese Lösung will das 2020 gegründete Dresdner Unternehmen Ambartec seinen Kunden anbieten – und zwar schon im nächsten Jahr. „Wir vereinfachen den Transport von Wasserstoff mit unserem Verfahren radikal. Wir benötigen keine separate Infrastruktur, kein Leitungsnetz oder spezielle Tanker“, sagt Ambartec-Mitgründer und Chef Matthias Rudloff. Wasserstoff werde damit „zu einer Handelsware wie Handyhüllen oder Bananen“, stellt Rudloff in Aussicht.
Der Energie- und Verfahrenstechniker greift dabei auf eine Technologie zurück, die grundsätzlich seit Jahrzehnten bekannt ist. Sie beruht auf der Reduktion und Oxidation von Eisen. Eisen wird somit zum Speichermedium. Ambartec nutzt als Speichermedium Eisenoxid in Form von Pellets.