Energiewirtschaft: Zehn Jahre nach Fukushima: Diese Zahlen zeigen die extreme Veränderung der Energiewelt
Düsseldorf. Der 11. März 2011 hat Deutschland nachhaltig verändert. An jenem Freitag kam es im japanischen Fukushima zur Nuklearkatastrophe. Nach einem Tsunami setzte in mehreren Blöcken des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi eine Kernschmelze ein.
Der größte anzunehmende Unfall in einem Kernkraftwerk setzte große Mengen an radioaktivem Material frei, das weiträumig Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel kontaminierte.
Deutschland reagierte wie kein zweites Land und vollzog eine radikale Wende in der Energiepolitik, beschleunigte den Atomausstieg und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Aber wie sehr hat die Reaktorkatastrophe von Fukushima die Energiewelt in Deutschland tatsächlich verändert? Zehn Fakten zur deutschen Energiewende.
1. Nur noch 6 von 17 Atomkraftwerke sind am Netz
Als im März 2011 die Katastrophe von Fukushima die Welt erschütterte, waren in Deutschland noch 17 Kernkraftwerke in Betrieb. Erst im Herbst zuvor hatte die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung den 2000 eingeleiteten Atomausstieg revidiert und den Betreibern längere Laufzeiten zugebilligt. Teilweise sollten die Atomkraftwerke acht bis 14 Jahre länger laufen. Das letzte Atomkraftwerk wäre erst in den 2030er-Jahren vom Netz gegangen.