Heizung: Wie Sie mit einem Heizstab Gas und Öl sparen können
Berlin. Der Krieg in der Ukraine war gerade ausgebrochen, da entschied Rainer Köppen, seine 28 Jahre alte Gastherme gegen ein modernes Brennwertgerät mit einem Speicher für Trinkwarmwasser zu tauschen. „Ich wollte effizienter heizen, aber eine Wärmepumpe war noch keine Option“, sagt er. Um den Gasverbrauch zusätzlich zu senken, rüstete er voriges Jahr einen Heizstab nach.
Wie Köppen dürfte es vielen Haushalten mit einer noch recht neuen fossilen Heizung gehen: Wollen sie ihre Heizkosten reduzieren, kommt ein kompletter Austausch der erst vor wenigen Jahren eingebauten Technologie meist nicht infrage. Rund sechs Millionen Heizanlagen, die Gas verbrennen, wurden in den vergangenen zehn Jahren neu installiert. Hinzu kommen knapp 700.000 Öl- und rund 400.000 Holzheizungen.
In diesem Fall ist der Einbau eines mit Solarstrom betriebenen Heizstabs eine Option, um weniger Brennstoff zu verbrauchen. Der Vorteil: Die Geräte sind deutlich günstiger als eine Solarthermie-Anlage oder eine Wärmepumpe zur Unterstützung einer Feuerungsanlage.
Wie funktioniert ein Heizstab im Warmwasser- oder Pufferspeicher?
Der Heizstab funktioniert wie ein Tauchsieder: Strom erhitzt die Metallstäbe und diese geben die Wärme an das Wasser im Puffer- oder Warmwasserspeicher der Heizung ab. Betrieben wird der Heizstab kostengünstig mit Solarstrom. Rainer Köppen erzeugt ihn auf dem Hausdach.