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Energie

Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea verschärft nach Ergebniseinbruch den Sparkurs

Der Öl- und Gaskonzern streicht nach einem Nettoverlust seine Ausgaben zusammen. Die Investitionen sollen geringer ausfallen als zunächst geplant.
20.05.2020 - 09:31 Uhr Kommentieren
Im ersten Quartal brach der Betriebsgewinn wegen des schwierigen Rohstoffpreisumfelds um 42 Prozent auf 481 Millionen Euro ein. Quelle: dpa
Ölfeld von Wintershall Dea in Niedersachsen

Im ersten Quartal brach der Betriebsgewinn wegen des schwierigen Rohstoffpreisumfelds um 42 Prozent auf 481 Millionen Euro ein.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea verschärft angesichts des Einbruchs der Ölpreise und der Coronakrise seinen Sparkurs. Die geplanten Investitionen in Produktion und Entwicklung werden noch einmal gesenkt und sollen sich nun auf 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro nach 1,5 Milliarden im Vorjahr belaufen.

Im März hatte Wintershall Dea die Investitionen bereits auf 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro gekürzt, das war ein Fünftel weniger, als der Konzern eigentlich geplant hatte. Das Explorationsbudget soll unverändert 150 bis 250 Millionen Euro betragen nach 341 Millionen vor Jahresfrist. Im ersten Quartal brach der Betriebsgewinn (Ebitdax) wegen des schwierigen Rohstoffpreisumfelds um 42 Prozent auf 481 Millionen Euro ein.

Die Betriebskosten hatte Wintershall Dea bereits um zehn Prozent reduziert und die Dividendenzahlungen auf Stammaktien ausgesetzt. Im ersten Quartal förderte das Unternehmen im Durchschnitt 626.000 Barrel Öläquivalent (BOE) pro Tag, die Produktion war damit unverändert im Vergleich um Vorjahreswert.

Unter dem Strich musste Wintershall Dea aber einen bereinigten Konzernverlust von 78 Millionen Euro nach einem Gewinn von 320 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum hinnehmen. Wintershall Dea sei aber "in einer guten Position, um diesen Sturm zu überstehen", erklärte Vorstandschef Mario Mehren.

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    Der Konzern war im vergangenen Jahr aus dem Zusammenschluss der BASF-Tochter Wintershall mit dem Rivalen Dea hervorgegangen. Dadurch entstand Europas größter Gas- und Ölproduzent. BASF hält an dem Gemeinschaftsunternehmen 67 Prozent, die Investorengruppe Letter One 33 Prozent. Der für dieses Jahr eigentlich geplante Börsengang liegt wegen des unsicheren Marktumfelds in der Coronakrise auf Eis.

    Mehr: Wintershall-Dea-Chef: „Wir sind in einer Art kontrolliertem Ausnahmezustand“

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    • rtr
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