Photovoltaik: Baywa will sich vom Solarhandelsgeschäft trennen
Den Handel mit Solarmodulen will Baywa verkaufen.
Foto: HandelsblattFrankfurt. Der Solar- und Windkraftanbieter Baywa will sich von seinem Solarhandelsgeschäft trennen und das erlöste Geld in eigene Produktionskapazitäten für erneuerbare Energie investieren. „Wir wollen unsere Leistung als Independent Power Producer (IPP) bis 2026 auf drei Gigawatt verdreifachen. Das wird voraussichtlich zwei bis 2,2 Milliarden Euro kosten, wovon wir 500 bis 600 Millionen an Eigenkapital aufbringen“, sagte Matthias Taft, Chef von Baywa Re, dem Handelsblatt.
Die Sparte ist die größte Einheit des Münchener Unternehmens, das auch in den Bereichen Agrar-, Baustoff- und Heizölhandel aktiv ist. „Re“ steht für Regenerative Energien.
„Wir wollen auch in unser Projektgeschäft mit Solar- und Windparks investieren, haben eine Pipeline an geplanten Vorhaben von zusammen 26 Gigawatt“, sagte Taft. Baywa entwickelt Solar- und Windkraftanlagen und verkauft diese später weiter, etwa an Infrastruktur-Investoren.
Künftig will Baywa einen größeren Teil solcher Anlagen behalten und betreiben. „Da wir nicht alles gleichzeitig machen können, fokussieren wir uns. Das ist auch im Sinne unserer Anteilseigner, insbesondere Energy Infrastructure Partners (EIP).“ EIP hält 49 Prozent an der Baywa Re. EIP-Partner Tim Marahrens erklärte dazu: „Unsere Strategie, die Baywa Re zu einem führenden unabhängigen Stromproduzenten zu entwickeln, hat für uns Priorität.“