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WindkraftNeue US-Gesetze könnten Baywa-Sanierung ins Wanken bringen

Donald Trump wickelt die Förderung erneuerbarer Energien in den USA ab – und das bereitet dem Agrarkonzern Probleme beim Neustart. Denn Trumps Pläne treffen eine wichtige Baywa-Tochter. 23.09.2025 - 12:49 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Tischaufsteller mit dem Baywa-Schriftzug: Das Unternehmen gerät erneut in raues Fahrwasser. Foto: Carsten Hoefer/dpa

München. Die Abneigung von US-Präsident Donald Trump gegen erneuerbare Energien könnte die Sanierung des bayerischen Agrarkonzerns Baywa gefährden. Die 51-Prozent-Tochtergesellschaft Baywa r.e., die Wind- und Solarprojekte entwickelt, betreibt und weiterverkauft, sei von der geplanten Einschränkung der staatlichen Förderung von erneuerbaren Energien in den USA betroffen, teilte die Baywa AG am Dienstag in München mit.

Gemäß dem Gesetzespaket des „One Big Beautiful Bill Act“ von Trump sollen die von seinem Vorgänger Joe Biden im „Inflation Reduction Act“ eingeführten Steuergutschriften für solche Projekte bis 2028 schrittweise auslaufen. Das könne die Umsatz- und Ertragserwartungen der Baywa r.e. über den Haufen werfen, warnte das Unternehmen.

„Die Prüfung des genauen Umfangs der möglichen Auswirkungen sowie der Möglichkeit, diese durch Gegenmaßnahmen zu beschränken, wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern“, hieß es in der Mitteilung. Die Baywa AG hat für ihre Sanierung Erträge und Ausschüttungen der Tochter fest eingeplant.

Sollten diese deutlich geringer ausfallen als gedacht, müsste die Baywa AG möglicherweise reagieren, um ihre Sanierung abzusichern. Sie hatte sich im Frühjahr dagegen entschieden, die Mehrheit an der Baywa r.e. abzugeben, auch weil sie damit rechnet, dass sich diese später teurer verkaufen lässt.

Wind- und Solarparks in aller Welt

Der genossenschaftlich geprägte Konzern stand im vergangenen Jahr kurz vor dem Kollaps. Eine ungestüme Expansion mit kostspieligen Akquisitionen hatte zu hohen Schulden geführt. Anteilseigner und Banken retteten das Unternehmen in einem finanziellen Kraftakt. Nun muss der Restrukturierungsplan, der unter anderem den Verkauf von Teilen des Portfolios vorsieht, abgearbeitet werden.

Die Baywa r.e. ist für einen guten Teil der Probleme des Konzerns verantwortlich. Diese hatte in aller Welt Solar- und Windkraftparks entwickelt und betreibt diese zum Teil selbst. Durch den Anstieg des jahrelang niedrigen Zinsniveaus zwischen Coronakrise und Super-Inflation war es schwieriger geworden, entwickelte Projekte zu verkaufen.

Unter dem Wegfall der Steuervergünstigungen in den USA würde die Baywa r.e. sowohl als Betreiber leiden als auch bei einem Verkauf der Solar- und Windparks, weil der nächste Eigentümer mit geringeren Erträgen rechnen kann.

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In Unternehmenskreisen geht man derzeit aber nicht davon aus, dass die neue Sachlage in den USA die gesamte Sanierung gefährden könnte. Zum einen sehe der Vorstand aber gute Chancen, die Ertragsausfälle in den USA durch Projekte in anderen Ländern wettzumachen. Zudem würden die Neuregelungen teilweise erst ab 2028 greifen.

rtr, ax
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