Total, BP, Shell: Die größten Öl- und Gaskonzerne der Welt im Ranking
Düsseldorf. Angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat sich der Energiemarkt verändert. So schaffen Russlands Öl- und Gaskonzerne Gazprom und Rosneft es nicht mehr unter weltweit wertvollsten Gas-Unternehmen. Auch europäische Öl-Giganten wie Equinor aus Norwegen oder BP aus Großbritannien sind aus dem Ranking geflogen.
Deutschland hat sich bereits unabhängiger von Öl-, Gas- und Kohlelieferungen aus Russland gemacht. Das kommt anderen Konzernen zugute. Doch aus welchem Ländern stammen aktuell die größten Öl- und Gaskonzerne der Welt? Dazu ordnet dieser Beitrag die zehn größten Energiekonzerne nach Marktkapitalisierung (Stand: März 2025).
Das sind größten Öl- und Gaskonzerne der Welt im Ranking 2025
Platz 10: Southern Company, Vereinigte Staaten
Das Unternehmen sichert sich Platz zehn im Ranking.
Foto: apSouthern Company wurde 1945 gegründet. Das US-Unternehmen beliefert die sechs US-Staaten Alabama, Georgia, Illinois, Mississippi, Tennessee und Virginia mit Gas und Strom. 2024 setzte der Konzern, für den rund 28.600 Menschen arbeiten, etwa 26,7 Milliarden US-Dollar um. Der Marktwert des Unternehmens liegt bei 97,2 Milliarden US-Dollar.
Platz 9: Enbridge, Kanada
Die Leitungen führen zu den Rohöltanks von Enbridge Inc. in deren Tanklager in Cushing, Oklahoma.
Foto: ReutersEnbridge aus Kanada liegt auf Platz 9 im Ranking der wertvollsten Öl- und Gaskonzerne. Seine Marktkapitalisierung beträgt 97,4 Milliarden US-Dollar. Der Energiekonzern sitzt im kanadischen Calgary, beliefert aber auch die USA und Europa mit Gas und Öl. Mehr als 12.000 Leute arbeiten für den Öl- und Gasproduzenten, der mit 53,47 Milliarden kanadischen Dollar 2024 einen Rekordumsatz machte.
Platz 8: CNOOC, Hongkong
Der chinesische Ölkonzern CNOOC hat seinen kanadischen Konkurrenten Nexen übernommen.
Foto: ReutersDie China National Offshore Oil Corporation (CNOOC) ist zu 70 Prozent in Händen der chinesischen Volksrepublik. 2024 waren etwa 20.000 Menschen bei dem Konzern mit Sitz in Peking angestellt. CNOOC hat in Hongkong eine Zweckgesellschaft gegründet, um einen Großteil seiner Vermögenswerte an der Börse zu platzieren. CNOOC erzielte 2024 einen Umsatz von 355,6 Milliarden Renmibi (RMB). Sein Marktwert liegt bei 116,2 Milliarden US-Dollar.
Platz 7: ConocoPhillips, USA
Das Logo der US-Firma ConocoPhillips auf einem Bildschirm der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersConocoPhillips ist ein 2002 gegründeter Energiekonzern mit Sitz in Houston, Texas. Der drittgrößte Ölkonzern der USA ist seit seiner Aufspaltung im Jahr 2012 für das Upstream-Geschäft zuständig und beschäftigte Ende 2022 etwa 11.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Marktwerkt des Unternehmens beträgt rund 132,9 Milliarden US-Dollar.
Platz 6: Total Energies, Frankreich
Allein in Deutschland betrieb das französische Mineralölunternehmen Total Energies Ende 2023 etwa 1.200 Tankstellen. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als 100.000 Angestellte in rund120 Ländern. Im Jahr 2023 setzte das Mineralölunternehmen mehr als 218 Milliarden US-Dollar um und erreicht einen Börsenwert von etwa 145,3 Milliarden US-Dollar.
Platz 5: PetroChina, China
Das PetroChina-Logo an einer Tankstelle in Peking.
Foto: ReutersPetroChina wurde 1999 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Peking. Der größte chinesische Ölkonzern ist zugleich eines der größten börsennotierten Unternehmen der Welt und blickt auf ein Netz von mehr als 18.000 Tankstellen. 2024 war für PetroChina ein Rekordjahr: Der Öl-Gigant machte eigenen Angaben zufolge mehr als 22.68 Milliarden US-Dollar Gewinn. Sein Marktwert liegt 2024 bei 197,1 Milliarden US-Dollar.
Platz 4: Shell plc, Vereinigtes Königreich
Mit einem aktuellen Börsenwert von 219,6 Milliarden US-Dollar ist Shell der größte Mineralöl- und Erdgaskonzern Europas. Das britisch-niederländische Unternehmen ist in mehr als 130 Ländern und Regionen aktiv. Es setzte im Jahr 2023 mit rund 103.000 Mitarbeitern 284,3 Milliarden US-Dollar um. Infolge des russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verkaufte Shell das Tankstellen- und Schmierstoffgeschäft in Russland im Mai 2022. Im selben Jahr verlegte das Mineralöl- und Erdgasunternehmen seinen Hauptsitz von Den Haag nach London und benannte sich von 'Royal Dutch Shell' in 'Shell plc' um.
Platz 3: Chevron, USA
Seine Wurzeln hat Chevron in Texas und im Westen der USA. Heute ist der US-Energieriese in mehr als 180 Ländern aktiv und erwirtschaftete im Jahr 2024 193,4 Milliarden US-Dollar Umsatz. 2022 hatte das Unternehmen mit etwa 35,5 Milliarden US-Dollar den höchsten Gewinn seiner Firmengeschichte erwirtschaftet. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 296,5 Milliarden US-Dollar. Zu den Anteilseignern von Chevron gehören der Finanzdienstleister The Vanguard Group und die bekannten Fondsgesellschaften Blackrock und Berkshire Hathaway. Der Energiekonzern beschäftigte Ende 2023 mehr als 45.000 Mitarbeiter.
Platz 2: Exxon Mobil, USA
Exxon Mobil entstand 1999 durch die Fusion von Exxon und Mobil Oil. Das Mineralölunternehmen hatte mit Exxon Neftegas einen Tochterkonzern in Russland, der unter anderem Erdöl und Erdgas im Ochotskischen Meer fördert. Als Reaktion auf den Ukraine-Krieg hat Exxon Mobil sich aus dem Russlandgeschäft zurückgezogen. Im vergangenen Jahr schluckte der US-Riese seinen Konkurrenten Pioneer Natural Resources für mehr als 60 Milliarden US-Dollar.
Mit einem Marktwert von 516,2 Milliarden US-Dollar ist der Konzern das größte amerikanische Unternehmen unter den größten Öl- und Gaskonzernen der Welt. Exxon Mobil beschäftigt insgesamt rund 70.000 Angestellte und vermeldete für 2023 einen Umsatz von 326 Milliarden US-Dollar.
Platz 1: Saudi Aramco, Saudi-Arabien
Der größte Öl- und Gaskonzern der Welt kommt aus Saudi-Arabien. 2025 erreicht Saudi Aramco eine Marktkapitalisierung von 1,791 Billionen US-Dollar und liegt damit im Ranking mit großem Abstand auf Platz eins.
Der Erdölkonzern erwirtschaftete 2024 436 Milliarden US-Dollar, machte einen Gewinn von 106,25 Milliarden. Seinen Rekordgewinn erzielte der Konzern 2022 mit 161,07 Milliarden US-Dollar. Dafür waren vor allem hohe Rohstoffpreise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verantwortlich gewesen.
Dieser Artikel erschien bereits im Dezember 2019. Der Artikel wurde am 03.04.2025 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.