Airbus und Boeing: Was die Lieferengpässe für Flugpassagiere bedeuten
Frankfurt. Die Kapazitätsengpässe in der Luftfahrt werden noch mehrere Jahre andauern. Das geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Roland Berger und des Bundesverbands der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) hervor, die auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin vorgestellt werden soll und die dem Handelsblatt vorab vorliegt.
Demnach sind mehr als 30 Prozent der am Flugzeugbau beteiligten Firmen nicht auf den Produktionshochlauf etwa bei Airbus vorbereitet. Neben Personal und Material mangelt es auch an Geld.
Stephan Baur, Partner bei Roland Berger, sagt: „Gegenüber dem Vorjahr sieht sich ein Großteil der befragten Zulieferfirmen deutlich größeren Herausforderungen ausgesetzt.“
Zu wenig neue Flugzeuge bedeuten weniger Angebot für Passagiere. Billiganbieter wie zum Beispiel Ryanair oder Wizz Air können nicht wie bis zur Pandemie üblich jede Menge Flüge zu Niedrigpreisen anbieten, um Marktanteile zu gewinnen. Die Folge: Fliegen wird auf vielen Strecken teuer bleiben.
„Die Engpässe werden sicherlich noch zwei Jahre andauern“, prognostiziert Sören Stark, Chef des Wartungsspezialisten Lufthansa Technik. Nicht nur die Flugzeughersteller und die Wartungsbetriebe hätten Bedarf an Komponenten.