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BonusprogrammPayback wächst – Edeka bringt zwei Millionen neue Kunden

Payback wird 25 Jahre alt. Das Bonusprogramm gewinnt in diesem Jahr so viele neue Kunden, dass die Geschäftsführung eine neue Zielmarke ins Auge nimmt. 09.03.2025 - 11:15 Uhr Artikel anhören
Das Logo der Payback GmbH ist wohl in ganz Deutschland bekannt. Foto: Sina Schuldt/dpa

München. Payback wird seine dominante Stellung als größtes deutsches Bonusprogramm in diesem Jahr erheblich ausbauen. Mit dem Beitritt der Edeka-Gruppe zum 1. Januar hat das Münchner Unternehmen die Zahl seiner aktiven Kundinnen und Kunden um zwei Millionen erhöht, von 31 auf 33 Millionen.

Das sagte Geschäftsführer Bernhard Brugger der Deutschen Presse-Agentur. Die Hälfte der Bevölkerung über 16 Jahren sammle Payback-Punkte.

Als weiterer Partner hinzukommen werden in diesem Jahr noch die Sparkassen. „Wir befinden uns tatsächlich im stärksten Jahr der gesamten Firmengeschichte“, sagte Brugger.

Payback wurde im März 2000 gegründet und feiert in diesen Tagen das 25. Firmenjubiläum. Die Tochter des US-Kreditkartenanbieters American Express kooperiert mit 700 Partnerunternehmen, bei denen die Kundinnen und Kunden Rabattpunkte sammeln und einlösen können.

Sparkassen-Beitritt soll weitere Kunden liefern

„Im Jahr 2024 haben unsere Kunden Punkte im Wert von 583 Millionen Euro gesammelt, und über Payback ist ein gepunkteter Umsatz von 39 Milliarden Euro gelaufen“, sagte Brugger. „Wir erwarten für dieses Jahr noch mal eine Steigerung.“ Umsatz- und Gewinn nennt das Unternehmen nicht.

Payback verdient sein Geld laut Online-Vergleichsportalen hauptsächlich mit den Daten und Nutzerprofilen der Kunden. Kaum ein Unternehmen weiß in Deutschland so viel über das Kaufverhalten der Nutzer wie Payback. Damit kann Payback sehr genaue personalisierte Werbung erstellen. Diese Werbung lässt sich Payback dann bezahlen.

Außerdem zahlen Händler eine Gebühr an Payback, um das System nutzen zu dürfen. Davon erhoffen sie sich, dass die Kunden hauptsächlich bei ihnen einkaufen, um Punkte zu sammeln.

Das Logo des Supermarktes Edeka: Ein Erfolgsgarant für Payback. Foto: IMAGO/Michael Gstettenbauer

Für Payback sei die Partnerschaft mit Edeka und Netto ein „Game Changer“, beide zusammen seien in Deutschland erheblich größer als die vorherigen Payback-Partner Rewe und Penny. „Bisher sind wir davon ausgegangen, dass bei 35 Millionen Payback-Kunden eine natürliche Sättigungsgrenze erreicht werden dürfte, heute würde ich diese Zahl sogar noch etwas weiter hochschieben“, sagte der Payback-Chef.

Der noch ausstehende Beitritt der Sparkassen soll nach Bruggers Worten ein weiterer Meilenstein für das Unternehmen werden. Einerseits können die Kunden künftig automatisch Payback-Punkte sammeln, wenn sie bei teilnehmenden Partnern mit der Sparkassenkarte bezahlen – im ersten Halbjahr 2024 waren nach Sparkassenangaben über 47 Millionen Karten im Umlauf.

Bei Lebensmitteln geht der Trend zum No-Name-Produkt

„Das zweite Element ist die Einbindung des lokalen Handels, wir wollen die S-Vorteilswelt der Sparkassen in das Ökosystem integrieren“ – die „Vorteilswelt“ ist das sparkasseneigene Bonusprogramm, welches mit Payback verknüpft werden soll.

Die anhaltende Wirtschaftskrise lässt sich nach Worten des Managers am Einkaufsverhalten der Kundschaft ablesen: „Wir sehen ganz deutlich, dass die Kunden mehr auf Coupons und Rabatte achten“, sagte Brugger. „95 Prozent aller gesammelten Punkte werden auch eingelöst, das ist sehr hoch bei einem Bonusprogramm.“

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Beim Lebensmittelhandel finde teilweise eine Verschiebung zu etwas günstigeren Produkten und zu Eigenmarken statt. „Für Belohn-Momente wird aber immer noch Geld ausgegeben: Reisen, Tickets und Konzerte, genauso edle Weine.“

Tatsächliche Kaufzurückhaltung beobachtet Payback „bei allen Themen, die mehr in die Bedarfsweckung als in die Bedarfsdeckung gehen“, sagte Brugger. Als Beispiele nannte er Möbel und Mode. „Bei bestimmten Freizeitaktivitäten, Food-Lieferdiensten und Restaurantbesuchen wird mehr gespart.“

dpa, adi
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