CES 2023: Beautybranche hofft auf personalisierte Kosmetik – doch noch bleibt der Durchbruch aus
Die Kosmetikindustrie setzt auf Individualisierung durch Technik, um zu wachsen.
Foto: L'OrealDüsseldorf. Mit zwei neuen Tech-Gadgets will der Kosmetikriese L’Oréal die Beautybranche beleben. Das Gerät mit dem Namen „Hapta“ soll Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik beim Auftragen von Make-up oder Lippenstiften helfen. Mit dem „Brow Magic“ können Konsumentinnen ihre Augenbrauen individuell und präzise stylen. Sie werden dabei durch eine App unterstützt.
Beide Produkte hat L’Oréal in dieser Woche auf der weltweit wichtigsten Elektronikmesse CES in Las Vegas vorgestellt. „Durch Personalisierung können wir Kundinnen und Kunden besser helfen. Die Technik ermöglicht uns erst, dieses Ziel zu erreichen“, sagte Guive Balooch, globaler Leiter des Tech-Inkubators für Forschung und Innovation bei L’Oréal, dem Handelsblatt.
Der weltgrößte Kosmetikkonzern gilt beim Thema Beauty-Tech – also dem Einsatz von Technologien in der Kosmetik – als führend. Doch auch andere Konsumgüterhersteller setzen verstärkt auf den Einsatz von Smartphones und Künstlicher Intelligenz, um die Verbraucher beim Schminken oder Frisieren zu unterstützen.
Das Gerät für Personen mit eingeschränkter Motorik hat der Kosmetikkonzern zusammen mit einem Tech-Unternehmen entwickelt.
Foto: L'OrealSchon jetzt lassen sich bei vielen Anbietern im Onlineshop Lippenstifte oder Wimperntusche virtuell testen. Bald könnten auch smarte Bürsten auf den Markt kommen, die gleich das Haar analysieren und passende Produkte empfehlen. So können Markenartikler ihre Angebote individualisieren. Gerade in der Körper- und Gesichtspflege erscheint das sinnvoll, weil Kunden wegen verschiedener Hauttypen unterschiedliche Bedürfnisse haben.