Einkaufszentren: Sinkende Umsätze, leer stehende Läden: Neue Ideen für sterbende Shopping-Tempel
Was sind die richtigen Konzepte für die Zukunft? (Bilder: Loom, Luminada (M))
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Für ihre Ausstellung „Lost Places“ hätten sich die 14 Künstlerinnen und Künstler keinen passenderen Platz aussuchen können: Die City C, die älteste Einkaufspassage in der Leverkusener Innenstadt, ist ein Albtraum in Beton. Ein Großteil der Ladenlokale steht leer, kaum ein Kunde verirrt sich noch in die trostlosen Schluchten des 1969 eröffneten Centers.
Seit vielen Jahren versucht die Stadt, diesen Schandfleck zu revitalisieren. Doch die bisherige Gemeinschaft von fast 100 Eigentümern ist zu Investitionen nicht mehr bereit. Und es findet sich kein neuer Betreiber, der den gesamten Komplex übernimmt.
Kein Wunder, steckt das einst gefeierte Handelsformat der Shoppingmall doch tief in der Krise: Wurden jahrelang im Schnitt 15 neue Shoppingcenter pro Jahr in Deutschland eröffnet, ging in diesem Jahr bisher nur ein einziges neu gebautes Center an den Start. Und die bestehenden Malls kämpfen mit Leerständen und sinkenden Umsätzen.
In der Geschichte des Konsums bedeutet das eine fast schon ironische Wendung: In den vergangenen Jahren galten die Shoppingcenter als Totengräber des klassischen Einzelhandels und der Innenstädte. Mit dem angeschlossenen Parkhaus, den wohlklimatisierten Wandelgängen und dem sorgfältig choreografierten Gastronomieangebot erschien die Mall als attraktive Alternative zur unwirtlichen Fußgängerzone und zum verkramten Warenhaus.