Einzelhandel: Logistik-Chaos: Jetzt treffen die Lieferprobleme auch Aldi
Der Discounter hat Schwierigkeiten, Ware pünktlich aus China nach Deutschland zu bekommen.
Foto: imago images/CHROMORANGEDüsseldorf. Es ist nicht irgendeine Aktionsware: Zum ersten Mal präsentiert Aldi Nord eine eigene Modekollektion im Handel. Die T-Shirts, Hosen und Slipper mit dem markanten Schriftzug des Discounters werden in Pop-up-Stores, die in großen Zelten untergebracht sind, in ausgewählten Städten verkauft.
Doch das Chaos in den internationalen Lieferketten, das immer mehr Händler vor Probleme stellt und für Lücken in den Regalen sorgt, hat jetzt auch Aldi Nord die Planung durchkreuzt. Weil die Waren nicht rechtzeitig eintreffen, muss der Discounter die bereits angekündigten Verkaufstermine in zwei Städten um mehrere Wochen verschieben.
„Kurzfristige zeitliche Verschiebungen oder Teilausfälle im Angebot unserer Artikel lassen sich leider derzeit nicht ausschließen“, teilte eine Aldi-Sprecherin dem Handelsblatt auf Nachfrage mit. „Daher wurden die Verkaufstermine in Essen und Hannover verschoben.“ Die Termine in Hamburg, Berlin und Leipzig könnten wie geplant stattfinden.
Die Logistik entwickelt sich im Moment immer mehr zum Flaschenhals im Einzelhandel. War zunächst vor allem der Onlinehandel betroffen, warten jetzt auch die stationären Handelsketten immer öfter vergeblich auf ihre Waren, vor allem wenn diese aus Asien stammen.