Homeoffice: Wie Dax-Konzerne den Trend nutzen
Das Kreditinstitut will etwa 40 Prozent seiner Büroflächen in Frankfurt reduzieren.
Foto: imago images/Jan HuebnerDüsseldorf, Frankfurt. In der neuen Arbeitswelt braucht die Deutsche Bank weniger Platz. Am Frankfurter Stammsitz will die Bank ihre Büroflächen bis Ende 2024 im Vergleich zu 2021 um 40 Prozent reduzieren. Zwei der fünf Standorte werden aufgegeben. Ähnliche Vorhaben gibt es für andere Städte. Man wolle sich „auf weniger Gebäude konzentrieren, diese aber mit einem höheren Standard ausstatten“, teilte die Deutsche Bank mit.
Immer mehr Konzerne bauen infolge der vermehrten Heimarbeit Büroflächen ab und nutzen das als Sparprogramm. Das zeigt eine Handelsblatt-Umfrage unter den 40 Dax-Konzernen und zehn großen Familienunternehmen. Auch laut einer neue Allensbach-Studie haben 27 Prozent der Firmen ihre Büros reduziert, 22 Prozent planen das. 40 Prozent wollen das nicht; darunter sind vor allem Firmen mit weniger als 1000 Beschäftigten.
Die Pandemie hat Büroberufe dauerhaft verändert. Vor fast drei Jahren mussten viele Beschäftigte über Nacht ins Homeoffice ausweichen. Mittlerweile ist dieses aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken.
Laut dem Ifo-Institut arbeiteten zuletzt 25 Prozent der Beschäftigten regelmäßig im Homeoffice – „das dürfte auch der neue langfristige Wert werden“, sagt Ifo-Ökonom Oliver Falck. Vor der Pandemie lag der Anteil bei weniger als 15 Prozent. Das macht sich nun auch auf dem Markt für Büroimmobilien bemerkbar. In den Großstädten Berlin, Frankfurt, Hamburg, München und Düsseldorf ist die Leerstandsquote durch Corona von 3,4 auf 4,6 Prozent gestiegen, was allerdings immer noch als gering gilt.