Konzern: Henkels Elternzeitangebot steigert Arbeitgeberattraktivität
Düsseldorf. Bei Henkel sind 2024 weltweit mehr Beschäftigte in Elternzeit gegangen als in den Jahren davor. Das teilte der Persil- und Pril-Hersteller auf Handelsblatt-Anfrage mit. Ursächlich dafür dürfte eine neue Initiative des Konsumgüterkonzerns sein, die er vor einem Jahr angekündigt hatte, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern.
Henkel verspricht, das gesetzliche Elterngeld für zwei Monate bis zum eigentlichen Gehalt aufzustocken, und will damit einen Mindeststandard für alle Beschäftigte weltweit schaffen. Hierzulande beträgt das Elterngeld 65 Prozent des Nettolohns, höchstens aber 1800 Euro pro Monat.
In Deutschland profitieren von dem Projekt vorrangig die Väter. Denn für Mütter gibt es nach der Geburt in der Regel einen achtwöchigen Mutterschutz, in dem sie von ihrer Krankenkasse Mutterschaftsgeld sowie einen Zuschuss von ihrem Arbeitgeber bekommen.
Hierzulande haben laut Henkel 100 Väter das Angebot vergangenes Jahr beantragt. In Deutschland zählt der Konzern rund 8100 Beschäftigte. In anderen Ländern gibt es geringere oder gar keine staatlichen Leistungen für Eltern. Deshalb hatte Henkel die Maßnahme in allen 70 Ländern ausgerollt, in denen der Konzern tätig ist.