Lidl-Chef: „Verbraucher schauen nicht mehr nur auf den niedrigsten Preis“
Der Lidl-Deutschlandchef macht Verbrauchern Hoffnung auf sinkende Preise.
Foto: dpaBad Wimpfen. Der Deutschlandchef des Discounters Lidl, Christian Härtnagel, macht den Kunden Hoffnung, dass die Preise für Lebensmittel bald wieder sinken. „Wo wir Entspannung auf dem Rohstoffmarkt sehen, leiten wir dies an die Kunden weiter und senken die Preise“, sagt er im Interview mit dem Handelsblatt. Und er warnt: „Lebensmittel dürfen keine Luxusprodukte werden.“
Im April sind die Lebensmittelpreise erneut um mehr als 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Doch diese Entwicklung könnte sich bald abbremsen. „Insgesamt konnten wir im Jahr 2023 bereits über 700 Artikel im Preis reduzieren“, sagt Härtnagel. So sind die Preise für Grundnahrungsmittel wie Butter, Käse oder Nudeln bereits wieder gesunken.
Grundsätzlich profitiert Lidl von der Krise. „Wir konnten im vergangenen Jahr unseren Umsatz steigern und liegen aktuell in Deutschland bei einem Marktanteil von 10,9 Prozent“, berichtet Härtnagel. Doch die weitere Expansion ist in Deutschland schwierig, dafür muss der Discounter einige Hürden nehmen.
Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Lidl-Deutschland-Chef Christian Härtnagel:
Herr Härtnagel, viele Menschen müssen angesichts der Inflation sehr genau aufs Geld schauen. Steigen deshalb bei Lidl die Umsätze?
Wenn Sie sich die Marktzahlen anschauen, sehen Sie, dass der gesamte Discountbereich angesichts der hohen Inflation in den vergangenen Monaten zugelegt hat. Das gilt auch für Lidl. Wir konnten im vergangenen Jahr unseren Umsatz steigern. Das ist aber nur eine Seite der Medaille, denn die Inflation hat auch zu gestiegenen Kosten bei uns geführt – vor allem für Energie, Transport und bei Rohstoffen.