Logistik: Paketboten packen aus: „Im Schnitt bleibt bei uns ein Viertel aller Sendungen liegen“
Der Online-Handel lässt Deutschlands Paketberge weiter wachsen.
Foto: dpaBerlin. Vor Weihnachten wird es noch schlimmer. Die Republik bestellt, verpackt, verschickt – und bangt um pünktliche Lieferung, damit alle Geschenke vor dem Fest ankommen. Die Zusteller, die ohnehin schwer unter einer steigenden Arbeitslast leiden, kommen kaum noch hinterher. Um es doch irgendwie zu schaffen, riskieren sie oft ihre Gesundheit. Hier berichten drei von ihnen über ihren Alltag als Postboten.
Brief- und Paketzusteller
„Sie werden lachen, aber auch wir Zusteller bekommen unsere Post zu spät. Wir ärgern uns also selbst oft. Natürlich habe ich Verständnis, dass jemand mürrisch wird, wenn ihn fünf Tage keine Post erreicht. Würde mir auch so gehen. Aber da lasse ich mich auf keine Diskussionen ein, wenn jemand sich beschwert. Zack, Handscanner raus, darüber können sich die Leute dann direkt an die Post wenden.
Wir Zusteller sind nicht schuld an den aktuellen Problemen. Wir halten den Laden am Laufen. Ich muss jeden Tag raus, egal, wie das Wetter ist, egal, wie es mir geht. Im Durchschnitt laufe ich 20.000 bis 25.000 Schritte, manchmal sind es mehr als 30.000. Ich habe schon sieben Paar Schuhe kaputtgelaufen.